Weiterbildungen und Tagungen

18. Speyerer Gesundheitstage: Krankenhausstrukturreform

14. bis 15. April 2016

ausführliche Information und Anmeldung

17. Speyerer Gesundheitstage: Pflegerische Versorgung - Herausforderung der Zukunft

12. bis 13. März 2015

16. Speyerer Gesundheitstage: Krankenversicherung der Zukunft: Zwischen Finanzdilemma und Rationierung?

3. bis 4. April 2014

 

Tagungen 2013

8. Speyerer Führungswerkstatt

13. - 15. März 2013

Ziele der Veranstaltung

Vom 13. bis 15. März 2013 fand die 8. Speyerer Führungswerkstatt zu dem Thema „Öffentliche Verwaltung und Mediation. Bewältigung von Binnenkonflikten und Konfliktschlichtung im Verhältnis zur Zivilgesellschaft unter dem Mediationsförderungsgesetz" statt. Die Veranstaltung, die an eine Reihe voraufgegangener jährlicher Veranstaltungen ähnlichen Zuschnitts anschloss, war mit 21 Teilnehmern/innen angemessen besucht. Die kleinere Gruppenzahl ermöglichte eine sehr gute kommunikative Arbeit. Neben einer Einführung in Methoden und Verfahren der Mediation bot die Werkstatt vier aufwendungsintensive Rollenspiele, in denen die verwaltungsinterne und die verwaltungsexterne Bewältigung von Konflikten geprobt sowie Mediation als Führungsinstrument aufgefächert wurde. Dabei kamen auch die Grenzen der Mediation zumal in Beziehungen zur öffentlichen Verwaltung auch bei Großprojekten zum Tragen.

Die Ziele der Veranstaltung lagen zum einen darin, die Teilnehmer/innen über die Rolle von „Verwaltungsmediation" sowie über die Eigentümlichkeit dieser Mediationsform in Abgrenzung zu anderen Mediationsfeldern wie der Wirtschaftsmediation, Familienmediation u. a. m. zu orientieren. Sie steht insofern in einem engen Zusammenhang mit der vom Veranstalter und wissenschaftlichen Leiter in das Leben gerufenen „Speyerer Mediationsinitiative".

Darüber hinaus und andererseits war es ein Ziel des Workshops, über ausländische Erfahrungen mit der Mediation zwischen Bürger und Staat zu unterrichten. Zu diesem Zweck wurde einer der führenden japanischen Mediationswissenschaftler, Herr Prof. Dr. Shinsuke Matzusuka von der Kyoto Womens University Kyoto/Japan eingeladen. Vortrag und Diskussion zu diesem Tagungsaspekt verbanden sich mit den Rollenspielen, die ihrerseits mit tiefer gehenden Kleingruppenarbeiten interagierten.

Die Zielsetzungen der Veranstaltung wurden durchweg erfüllt. Die engagierten Teilnehmer/innen aus den öffentlichen Verwaltungen, Verbänden und der Anwaltschaft sowie aus der Gerichtsbarkeit und dem Bürgerengagement haben die durchgeführten Rollenspiele ohne Ausnahme als praxisnah und überaus positiv bewertet. Der Durchschnitt der Bewertung lag bei 1,4. Die beigefügte Kopie aus der Berichterstattung der Internet-Zeitung „SPEYER-KURIER" mag einen lebendigen Eindruck von dem Erfolg der Veranstaltung zu vermitteln. Deren Länge (3 Tage) und das Engagement der vertretenen Lehrpersonen mit eigenen Forschungsanstrengungen und jeweils eigenen Vorträgen sollte an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden.

15. Speyerer Gesundheitstage

11. - 12. April 2013

Ziele der Veranstaltung

Vom 11. bis 12. April 2013 fanden die 15. Speyerer Gesundheitstage zu dem Thema „Qualität und Wettbewerb in der medizinischen Versorgung" an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer statt. Die Veranstaltung beschäftigte sich in diesem Jahr mit Fragen der Qualitätssicherung in einem patientenorientierten Gesundheitssystem, wie sie namentlich durch das GKV-Versorgungsstrukturgesetz in den Mittelpunkt des gesundheitspolitischen Interesses gerückt sind. Auch der Gemeinsame Bundesausschuss hat deshalb eine „Qualitätsoffensive" gestartet.

Vor diesem Hintergrund hatte die Veranstaltung einerseits zum Ziel, den Streitfragen um die notwendige Anhebung der Qualität der medizinischen Versorgung und entsprechend verstärkte Qualitätssicherung nachzugehen. Andererseits spürte sie den Problemen nach, die sich insbesondere im Zuge sektorenübergreifender Versorgung aus Konkurrenzlagen der Teilsektoren (z. B. Krankenhaus vs. Ambulante Versorgung) im Gesundheitswesen ergeben. Welche Rolle dabei der Wettbewerb unter den Sektoren und innersektoral spielen soll und könnte, musste einen hauptsächlichen Diskussionspunkt bilden.

Wissenschaftliche Auswertung der Veranstaltung und Ergebnisse
Die im jährlichen Rhythmus gemeinsam mit den Partnern des BKK-Landesverbandes Mitte, der Knappschaft-Bahn-See und der neugegründeten Anstalt für Landwirtschaftliche Sozialversicherung u. a. veranstaltete Tagung war erneut mit knapp 100 Teilnehmern/innen aus allen Bereichen der Gesundheitspolitik bzw. des Gesundheitswesens und der Gesundheitswirtschaft überregional gut besucht. Teilgenommen haben darüber hinaus Angehörige der Aufsichtsbehörden in Bund und Ländern sowie der Anwaltschaft, der Sozialgerichtsbarkeit und auch des Bundesrechnungshofs. Die Tagung wurde eröffnet durch ein Schlüsselreferat des Ministers für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes, Herrn Andreas Storm. Daran schlossen inhaltsschwere Referate namhafter Verantwortungsträger aus der Bertelsmann-Stiftung, des G-BA-Unterausschusses Qualitätssicherung, der Leiterin der Abteilung Gesundheit im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen sowie des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands e. V. an. Als Vertreter der einzelnen Sektoren der Leistungserbringung im Gesundheitswesen stellten sie die jeweiligen Probleme kenntnisreich und eindringlich dar. Am zweiten Tag der Veranstaltung dominierten die ökonomischen und rechts- bzw. verwaltungswissenschaftlichen Aspekte der staatlichen Gewährleistungsverantwortung für die Qualität von Gesundheitsleistungen.
Die Vorträge, zu denen sich gehaltvolle Diskussionen mit der Zuhörerschaft ergaben, fanden intensiven Widerhall. Wiederum und mit diesem Ertrag darf die Veranstaltung zu den herausragenden Weiterbildungsangeboten in Deutschland auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik, der Gesundheitsökonomik und des Gesundheitsrechts gelten.

Tagungen 2012

7. Speyer Führungswerkstatt

21. - 23. März 2012

Ziele der Veranstaltung

Vom 21. bis 23. März 2012 fand die 7. Speyerer Führungswerkstatt zu dem Thema „Öffentliche Verwaltung und Mediation. Bewältigung von Binnenkonflikten und Konfliktschlichtung bei zivilgesellschaftlicher Partizipation" statt. Die Veranstaltung, die in einer Reihe mit den voraufgegangenen jährlichen Veranstaltungen steht, war mit etwa 30 Teilnehmer/innen erwartungsgemäß gut besucht. Sie enthielt neben einer Einführung in Methode und Verfahren der Mediation die daran anschließende Einübung einzelner Mediationsschritte durch aufwendungsintensive vier Rollenspiele. In ihnen wurden die verwaltungsexterne und verwaltungsinterne Mediation geprobt sowie Mediation als Führungsinstrument aufgefächert. Ein letztes Rollenspiel sollte die Grenzen der Mediation aufzeigen.

Die Ziele der Veranstaltung lagen zum einen darin, die Teilnehmer/innen über die Rolle von „Verwaltungsmediation" sowie über die Eigentümlichkeit dieser Mediationsform in Abgrenzung zu anderen Mediationsfeldern (Wirtschaftsmediation, Familienmediation u. a. m.) zu orientieren. Sie gab insofern erneut und im Zusammenhang der vom Veranstalter und wissenschaftlichen Leiter mit in das Leben gerufenen „Speyerer Mediationsinitiative" weiterhin die Richtung in Deutschland für die Entwicklung der Verwaltungsmediation vor. Auf der anderen Seite war es ein Ziel des Workshops, über ausländische Erfahrungen mit der Mediation zwischen Bürger und Staat zu unterrichten. Zu diesem Zweck wurde einer der führenden japanischen Mediationswissenschaftlern, Herr Prof. Dr. Shinsuke Matsuzuka von der Kyoto Womens University, Kyoto/Japan eingeladen. Um diesen Vortrag herum entwickelten sich die Rollenspiele, die in Verbindung mit tiefer gehenden Kleingruppenarbeit abgehalten wurden.

Wissenschaftliche Auswertung des Workshops

Die Zielsetzung der Veranstaltung wurde weitestgehend erfüllt. Die engagierten Teilnehmer/innen aus den öffentlichen Verwaltungen sowie aus der Gerichtsbarkeit und dem Bürgerengagement in den Verwaltungssektoren haben die durchgeführten Rollenspiele ohne Ausnahme als praxisnah und überaus positiv bewertet. Die vom wissenschaftlichen Leiter des Workshops in einem eigenen Veranstaltungsblock aufgegriffenen Verbindungen der Mediation mit dem Personalmanagement wurden gedanklich gut verarbeitet, wenn auch durchaus kontrovers diskutiert. Die Länge der Veranstaltung (3 Tage) und das Engagement des wissenschaftlichen Leiters mit eigenen Forschungsanstrengungen und eigenem langen Vortrag sollte an dieser Stelle besonders hervorgehoben werden.

 

14. Speyerer Gesundheitstage

19. - 20. April 2012

Zum Thema der Tagung
Vom 19. bis 20. April 2012 fanden die 14. Speyerer Gesundheitstage mit dem Thema „Finanzierung der medizinischen Versorgung: Neue Strukturen - neue Verantwort-lichkeiten" an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer statt. Die Veranstaltung hatte zum Ziel, die Teilnehmer/innen nach Erlass des Versorgungs-strukturgesetzes über die anstehenden Problemfelder der vertragsärztlichen und zahnärztlichen Versorgung in Deutschland zu unterrichten. Speziell stellt sich die Frage, was die Bundesländer aus ihrem gewohnten Gestaltungsspielraum machen und welche finanziellen Auswirkungen sich für die Akteure im Gesundheitswesen aus dem Gesetz ergeben werden.

Wissenschaftliche Auswertung der Veranstaltung und Ergebnisse

Die in jährlichen Rhythmus veranstaltete Tagung war mit knapp 100 Teilnehmern/innen
von den Betriebs- und Landwirtschaftlichen Krankenkassen sowie weiteren Kassen der Gesetzlichen Krankenversicherung, von Angehörigen der Aufsichtsbehörden in Bund und Ländern, von Abgesandten einschlägiger Verbände und weiterer Institutionen des Gesundheitswesens sowie seitens der Anwaltschaft, der Sozialgerichtsbarkeit und auch des Bundesrechnungshofs gut besucht. Im Einzelnen fanden sich inhaltsschwere Referate namhafter Verantwortungsträgern in der Gesundheitspolitik, so z. B. des Abteilungsleiters aus dem Bundesministerium für Gesundheit, Herrn Dr. U. Orlowski und der Frau Staatsministerin aus Rheinland-Pfalz für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie, Frau Malu Dreyer. Als Vertreter der einzelnen Sektoren der Leistungserbringung im Gesundheitswesen legten der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, Herr Dr. W. Krombholz sowie der Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der BARMER GEK, Herr Dr. R.-U. Schlenker die Positionen der Vertragsärzte und der Krankenkassen zu einer Gesundheitsversorgung zwischen regionaler Honorierung und zentraler Finanzierung dar. Es versteht sich, dass in diesem Themenreigen auch Fragen der Qualitätssicherung, u. a. auch der Sicht der Patienten eine zentrale Stellung einnahmen.

Die Vorträge, zu denen sich gehaltvolle Diskussionen mit der Zuhörerschaft ergaben, fanden intensiven Widerhall. Dabei begegnete der die „rote Linie" der Veranstaltung kennzeichnende Gegensatz zwischen Bund und Ländern in der Gesundheitspolitik besondere Aufmerksamkeit. Die Veranstaltung zählt wiederum und mit diesem Ertrag zu den herausragenden Weiterbildungsveranstaltungen in Deutschland auf dem Gebiet der Gesundheitspolitik.

 

Tagungen 2011

6. Speyerer Führungswerkstatt

9.-11. März 2011

Zum Thema der Tagung:
Mediation und Personalmanagement im öffentlichen Sektor

Mehr und mehr verbreitet sich Mediation als Methode und Instrument der Auflösung von Konflikten nicht allein in zivilrechtlichen Bereichen, sondern auch und gerade im öffentlichen Sektor. Hier erstreckt sich der Anwendungsbereich vornehmlich auf Konflikte zwischen Bürger und Verwaltung, die vor Gericht ausgetragen werden. Dementsprechend nimmt die Gerichtsmediation zu. Darüber hinaus wird zunehmend Mediation als Grundlage zur Lösung von Binnenkonflikten in der Verwaltung angewendet, insbesondere im Personalbereich. Die Frage ist, ob mit ihrer Hilfe Veränderungen im Personalmanagement erreicht werden können. Dies erfordert Flexibilität bei den Personalverwaltungen ebenso wie die Bereitschaft, sich einer neuen, in der Reichweite ihrer Anwendungsoptionen noch nicht genügend konkretisierten Methode zuzuwenden.
Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, den Bedingungsrahmen interner Verwaltungsmediation im Bereich der Personalwirtschaft zu klären und zugleich durch praktische Übungen die Kompetenz der Teilnehmer/innen in konfliktbearbeitenden und deeskalierenden Methoden zu vertiefen. Zu diesem Zweck soll sowohl der Einblick in die Grundzüge der Konfliktlösungsmethode „Mediation" ermöglicht als auch deren Anwendungsbereiche im Personalwesen bzw. in der Personalführung erläutert und geübt werden.
Auf diese Weise will die „Speyerer Führungswerkstatt" einen weiteren Beitrag zur Führungskräfteentwicklung in der öffentlichen Verwaltung leisten. Mit Blick hierauf können sich „alte" Teilnehmer ebenso angesprochen fühlen wie „neue" Interessenten.

13. Speyerer Gesundheitstage

24.-25. März 2011

Zum Thema der Tagung:
Versorgungsstrukturen im Umbruch - Die Gesundheitsversorgung zwischen Länderinteressen und finanziellen Zwängen

Die Weiterentwicklung der vertragsärztlichen Versorgung zugunsten eines flächendeckenden und sektorenübergreifenden medizinischen Angebots zählt zu den gesundheitspolitisch vordringlichen Aufgaben in dieser Legislaturperiode. Alle Akteure sind sich einig in dem Ziel, auch zukünftig eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Über die Wege dorthin bestehen allerdings unterschiedliche Auffassungen.
Einige Vorentscheidungen enthält bereits das zum Jahresbeginn in Kraft getretene GKV-Finanzierungsgesetz (GKV-FinG). Zentrale Festlegungen will die Bundesregierung nun in einem „Versorgungsgesetz" treffen, darunter auch Neuregelungen zur Bedarfsplanung.
Hinzu kommt die eigenständige Forderung der Gesundheitsministerkonferenz nach einer direkten Beteiligung der Bundesländer an der ambulanten Versorgungssteuerung. Eigene Reformoptionen vertreten die Ärzteschaft und Krankenhäuser ebenso wie die Krankenkassen. Selbst der Gemeinsame Bundesausschuss meldet sich zu Wort. Damit befinden sich die „Versorgungsstrukturen im Umbruch".
Grund genug für die 13. Speyerer Gesundheitstage, sich diesem aktuellen und spannenden Thema zu widmen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Tagungen 2010:

11.-12. März 2010
12. Speyerer Gesundheitstage

Zum Thema der Tagung:
Die Zukunft der ambulanten ärztlichen Versorgung

Die staatliche Lenkung des Gesundheitswesens durch einen regulierten Wettbewerb der Sektoren jeweils intern sowie untereinander hat in den letzten Jahren in hohem Maß zugenommen. Das herkömmliche Leistungsrecht und die Leistungserbringungsstrukturen befinden sich in einem andauernden Wandel, der sich - wie die gegenwärtige Diskussion zeigt - auch nach den Wahlen am 27. September 2009 fortsetzen wird. Besonderem Interesse begegnet dabei die Frage nach der Zukunft der ambulanten ärztlichen Versorgung, weil damit zugleich zahlreiche Probleme der Entwicklung der integrierten Versorgung und der Positionierung von Krankenhäusern an der Schnittstelle stationäre/ambulante Versorgung verknüpft sind.
Die 12. Speyerer Gesundheitstage greifen die sich stellenden Fragen unter Konzentration auf das Vertragsgeschehen auf. Im Austausch von Referenten mit Teilnehmern wird den Perspektiven der ambulanten ärztlichen Versorgung nachgegangen.

24.-26. März 2010
5. Speyerer Führungswerkstatt

Zum Thema der Tagung:
Verwaltungsmediation: Von der Konfliktmittlung zur Verwaltungsführung - Erfahrungen, Reflexionen und Übungen

Die Veranstaltung schließt an die voraufgegangenen Begegnungen an, ohne dass man als Teilnehmer diese besucht haben müsste. Thematisch werden Rollenspiele mit Reflexionen zur „Verwaltungsmediation" verbunden und in den Rahmen der von den Veranstaltern in das Leben gerufenen Speyerer Mediationsinitiative eingebettet. Im Einzelnen geht es darum, das bislang erkennbare Konzept der Verwaltungsmediation kritisch darzustellen, seine Dimensionen zu erfahren, die bislang vorliegenden Ansätze zu diskutieren sowie die Tragweite des Formats für die Verwaltungsführung zu reflektieren. Stärker als zuvor steht die Frage im Vordergrund, ob und auf welche Weise die „verwaltungsinterne Mediation" als Instrument der Verwaltungsführung bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen in der öffentlichen Verwaltung genutzt werden kann.
Wiederum wird die Veranstaltung über drei Tage geführt und durch insgesamt drei Rollenspiele in Verbindung mit weiterer Kleingruppenarbeit aufgefächert. Die Erwartung der Veranstalter ist, dass engagierte Teilnehmer/innen aus den öffentlichen Verwaltungen - mit und ohne Media­tionserfahrungen - sowie mit dem Bürgerengagement in allen Verwaltungssektoren vertraute Interessenten an der Werkstatt teilnehmen.

Tagungen 2009:

12.-13. November 2009
3. Speyerer Zahnärzte-Symposium

Zum Thema der Tagung:
Die Reform der vertragszahnärztlichen
Vergütung

Nach den Wahlen zum Deutschen Bundestag im Herbst 2009 müssen für die nachhaltige Gesundheitsversorgung der Bürger neue Rahmenbedingungen geschaffen werden. Auch die Honorierung der Gesundheits-Dienstleistungen soll in diesem Kontext - so schlägt es der Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen vor - von Grund auf verändert werden. Damit steht nicht nur eine (erneute) vertragsärztliche Honorarreform auf dem Arbeitsprogramm der Politik, sondern es stellt sich auch die Frage nach der Entwicklung neuer Honorarmodelle für die vertragszahnärztliche Vergütung.
Deren „Öffnung" in Anlehnung an eine Gebührenordnung für privatzahnärztliche Leistungserbringung wäre in Zeiten der verfassungsrechtlich ermöglichten Annäherung von gesetzlicher und privater Krankenversicherung ebenso denkbar wie die Festlegung spezifischer Leistungstarife im Rahmen einer gesetzlich ausgestalteten Bürgerversicherung, also eine hoheitliche Verteilung der Arzthonorare.
Den damit verbundenen Fragen, auch jenen nach („illusionären"?) Vergütungssystemen ohne Mengenbegrenzung und nach solchen als Wettbewerbsparametern, geht die Veranstaltung im Wechsel von Referaten und Diskussionen nach. Das 3. Zahnärzte-Symposium in Speyer will damit seinen Beitrag zur Neuformulierung der Rahmenbedingungen für die Fortsetzung der Modernisierung unseres Gesundheitswesens leisten.

29. bis 30. April 2009
11. Speyerer Gesundheitstage

Zum Thema der Tagung:
Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung

Die Tagung widmet sich der Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung auf der Grundlage der einschlägigen Gesetzgebung. In deren Mittelpunkt steht das künftige Insolvenzrecht für die gesetzlichen Krankenkassen. Daneben treten Fragen der Vermeidung von Kassenschließungen und der Haftung für Kassenschulden. Schließlich bleiben Überlegungen zur Fusion gesetzlicher Krankenkassen maßgebend. Insgesamt ergibt sich daraus der Tagungsablauf. Einer Darstellung und Problematisierung des "Gesetzes zur Weiterentwicklung der Organisationsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-OrgwG)" folgen Vorträge zur Optimierung der Kassenstrukturen im Vertragswettbewerb sowie zu den allfälligen Maßnahmen zur Vermeidung von Schließung und Insolvenz von Kassen aus Sicht der Aufsicht, des GKV-Spitzenverbandes sowie aus Sicht der Krankenkassen.
Darüber hinaus greifen die 11. Speyerer Gesundheitstage das künftige Verhältnis der Strukturen von gesetzlicher und privater Krankenversicherung auf. Wie die Krankenversicherung der Zukunft dann aussehen wird, ist aus der Sicht der privaten Krankenversicherung, aus Sicht der Politik sowie vor dem Hintergrund zu behandeln, wie die Europäische Gemeinschaft künftig ihre Zuständigkeit für Gesundheitsdienstleistungen grenzüberschreitend festlegen wird. Dementsprechend werden die absehbaren Auswirkungen auf nationale Kassenstrukturen auf den Gesundheitstagen diskutiert werden.
 

18. bis 20. März 2009
4. Speyerer Führungswerkstatt

Zum Thema der Tagung:
Verwaltungsmediation: Wie geht das? - Erfahrungen, Reflexion und Übungen

Die Veranstaltung schließt an die voraufgegangenen Werkstattbegegnungen an, ohne dass man als Teilnehmer diese besucht haben müsste. Thematisch werden die Überlegungen zur "Verwaltungsmediation" in den Rahmen der von den Herren Pitschas und Walther in das Leben gerufenen Speyerer Mediationsinitiative eingebettet. Es geht im Einzelnen darum, das bislang erkennbare Konzept der Verwaltungsmediation kritisch darzustellen, seine Auswirkungen unter Berücksichtigung der schon bislang vorliegenden Mediationserfahrungen zu diskutieren und die Tragweite des Formats für die Verwaltungsführung zu reflektieren. Zu diesem Zweck wird die Veranstaltung auf drei Tage ausgedehnt und durch insgesamt drei Rollenspiele in Verbindung mit weiterer Kleingruppenarbeit aufgefächert.
Die Erwartung ist, dass engagierte Teilnehmer/innen aus den öffentlichen Verwaltungen - mit und ohne Mediationserfahrung - sowie im Bürgerengagement "gestählte" Interessenten an der Werkstatt teilnehmen.

Tagungen 2008:

18. bis 19. November 2008
2. Deutsches Zahnärzte-Symposium in Zusammenarbeit mit der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung

Zum Thema des Symposiums:
E-Governance: Die elektronische Gesundheitskarte
(Tagungsort Berlin)
Die Tagung knüpft mit diesem Thema an die gegenwärtig intensiv in der Praxis des Gesundheitswesens zwischen den Beteiligten geführten Diskussion über die Voraussetzungen und die Gestaltung einer "elektronischen Gesundheitskarte" an. Sie arbeitet die wesentlichen Rahmenbedingungen für einen Erfolg der Karteneinführung heraus und verdeutlicht die rechtlichen Schwierigkeiten, vor denen die Durchsetzung im Gesundheitsrecht und bei der Anwendung durch die Vertragsärzteschaft sowie im Krankenhaus steht.

Für die DHV Speyer nahm Univ.-Prof. Dr. Dr. h. c. R. Pitschas als Moderator des Symposiums und Referent über Rechtsfragen im Zusammenhang mit der Einführung und der praktischen Anwendung der elektronischen Gesundheitskarte teil. Im Mittelpunkt der Tagung stand das Thema „Die elektronische Gesundheitskarte in der vertragsärztlichen Versorgung". Die Veranstaltung gab Gelegenheit, eine Reihe derjenigen Referendare und Referendarinnen in Berlin wiederzutreffen, die an der DHV Speyer an dem Ergänzungsstudium teilgenommen hatten und nunmehr in der Sozial- und Gesundheits- bzw. Arbeitsverwaltung des Bundes und der Länder oder auch in Verbänden und Kassen dieses Politik- und Verwaltungssektors arbeiten.

22. bis 23. September 2008
3. Speyerer Führungswerkstatt

Zum Thema der Werkstatt:
Im Kern der Verwaltungsmodernisierung: Konfliktfeld Verwaltung und Mediation
In der behördlichen Führungskräfteentwicklung haben sich eine Reihe Instrumente/Formate etabliert, als da beispielsweise sind: Coaching, Mentoring, Mediation oder Moderation. Alle Formate überschneiden sich in ihren Funktionen ansatzweise und sie sind nicht immer trennscharf voneinander abzugrenzen. Oftmals sind die Bezeichnungen - und das gilt insbesondere für das Coaching - im allgemeinen Sprachgebrauch nicht selten zu "Containerbegriffen" geworden; sie werden damit leider sinnentleert.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung steht die Bedeutung der Mediation für die Bearbeitung von Verwaltungskonflikten. Es geht um ihren Einsatz als Instrument ei-nes mediativen Konfliktmanagements im Verhältnis von Staat und Bürger einerseits ("verwaltungsexterne" Mediation) und als Führungsmittel bei verwaltungsinternen Konflikten ("verwaltungsinterne" Mediation) andererseits. Die Veranstaltung zeichnet anhand konkreter Fallstudien die Möglichkeiten der jeweiligen Konfliktlösung durch Verwaltungsmediation nach; sie verbindet damit praktische Übungen.

10. bis 11. April 2008
10. Speyerer Gesundheitstage

Zum Thema der Tagung:
Neue Finanzierung und Versorgungsstrukturen im stationären Sektor
Mit der Neuordnung der Krankenhausfinanzierung steht das nächste gesundheitspolitische Reformprojekt unmittelbar bevor. 2009 ist die Umstellung der Krankenhäuser auf die diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRG) abgeschlossen. Spätestens dann muss entschieden sein, wie die Krankenhausvergütung künftig organisiert werden soll. Die zentrale Frage dabei: Soll die bisherige duale Finanzierung durch Bundesländer und Krankenkassen zu Gunsten einer monistischen Finanzierung allein durch die Kassen aufgegeben werden? Pro und Contra werden in Fachkreisen bereits intensiv diskutiert.
Die Forderung nach mehr Wettbewerb im stationären Sektor ist ebenfalls Gegenstand dieser Debatte. Die Finanzierungsreform soll genutzt werden, um den Krankenhausmarkt weiter zu liberalisieren. Erste Weichen dazu haben bereits die vergangenen Gesundheitsreformen gestellt. Die zunehmende Öffnung für ambulante Leistungen, zum Beispiel, räumt den Kliniken schon heute einen größeren wettbewerblichen Spielraum ein. Zur Diskussion steht nunmehr auch eine erweiterte Vertragsfreiheit für Kliniken mit Krankenkassen. Einzelverträge sollen künftig elektive bzw. planbare Krankenhausleistungen abdecken.
Auch die 10. Speyerer Gesundheitstage hatten den zukünftigen ordnungspolitischen Rahmen für die Krankenhäuser im Fokus. Die geplanten Beiträge näherten sich der Neugestaltung des stationären Sektors aus politischer, wirtschaftlicher sowie verfassungs- und sozialrechtlicher Perspektive an und gaben den aktuellen Reformstand wieder.

Tagungen 2007:

29. bis 31. Oktober 2007
Speyerer Zahnärzte-Symposium
"Die Gesundheitsreform 2007 als Herausforderung an Beruf und Status der Vertragszahnärzte"

 

24. bis 25. September 2007
2. Speyerer Führungswerkstatt:
"Kommunikative Verwaltung - Konfliktfeld Mediation"

Am 24. und 25. September 2007 veranstaltete Herr Prof. Dr. Dr. h.c. R. Pitschas die 2. Speyerer Führungswerkstatt zum Thema „Konfliktfeld öffentliche Verwaltung und Mediation". Die Veranstaltung hatte sich zum Ziel gesetzt, den Bedingungsrahmen und die Einwirkungen im Rahmen einer Verwaltungsmediation bei Konflikten sowohl innerhalb der Verwaltung als auch im Verhältnis des Bürgers zur Verwaltung zu klären sowie zugleich durch praktische Übungen die Kompetenz der Teilnehmer/innen in konfliktbearbeitenden und deeskalierenden Methoden anzusprechen. Sie leistete dadurch und im Rahmen der „Speyerer Führungswerkstatt" einen weiteren Beitrag zur Entwicklung des mediativen Konfliktmanagements und Führungsvermögens in der öffentlichen Verwaltung.

22. bis 23. März 2007
9. Speyerer Gesundheitstage

"Gesetzliche Krankenversicherung und Wettbewerb - auf dem Weg zur Gesundheitsreform"

Die gesundheitspolitische community befindet sich in heller Aufregung: Nach zahllosen Anläufen soll es spätestens im Jahr 2009 zu einer wirklichen Gesundheitsreform mit einem zumindest partiellen Systemwechsel in der Ausgestaltung des deutschen Gesundheitswesens kommen. Der vorgelegte Entwurf zur Umsetzung der zwischen den Koalitionsparteien vereinbarten "Eckpunkte zu einer Gesundheitsreform 2006" enthält eine Reihe tiefgreifender Veränderungen im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sowie hinsichtlich der privaten Krankenversicherung (PKV). Im Mittelpunkt der zahlreichen Änderungsvorschläge stehen ohne Zweifel die Einrichtung eines Gesundheitsfonds sowie das damit verbundene Finanzierungsverfahren. Der Gesundheitsfonds soll vom Bundesversicherungsamt als Sondervermögen verwaltet werden. Weitere wesentliche rechtliche Einschnitte enthalten die Vorschläge über die Einschränkung des Zugangs zur PKV sowie zum Umbau des "Gemeinsamen Bundesausschusses" und zur Aufbringung der Mittel der Krankenkassen. In einem weiteren separaten Gesetzentwurf zur Änderung des SGB V wird die PKV auf das Angebot eines Basistarifs verpflichtet; gleichermaßen wird ein PKV-interner Risikostrukturausgleich für die Aufnahme einkommensschwacher Versicherter in den Basistarif vorgesehen. Das "Grundlagengesetz" für diese Systemänderung in der privaten Krankenversicherung bildet das mit den Vorschlägen zur Gesundheitsreform in nachhaltigen Streit geratene GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG).Aus der Vielfalt damit gegebener Themen greifen die 9. Speyerer Gesundheitstage namentlich die Verbindung der Gesetzgebungsvorschläge mit dem Wettbewerbsgedanken im Gesundheitswesen heraus. Die vorgesehenen Beiträge und Diskussionen ranken sich deshalb um die Gestaltung des Vertragswettbewerbs im WSG. Sie behandeln die wettbewerbsrechtlichen Schranken eines selektiven Vertragswettbewerbs und sie wollen darüber hinaus auch die Regelungen zur Arzneimittelversorgung im WSG zur Diskussion stellen. Schließlich dürfen verfassungsrechtliche Bewertungen des Gesetzes nicht fehlen. Mit ihrer Hinwendung zu diesen Teil-Themen wollen die 9. Speyerer Gesundheitstage ihren Beitrag zu den Grundfragen der bevorstehenden Gesundheitsreform leisten.
Weit über 100 Personen nahmen an dieser überregionalen Veranstaltung zur neuen Gesundheitsreform teil. Auf ihr ging es im Einzelnen um sozialrechtliche, verfassungsrechtliche, gesundheitspolitische und -ökonomische Problemlagen der künftigen Neustrukturierung des ambulanten und stationären Gesundheitswesens einerseits, der vertragsärztlichen Gesundheitsverantwortung andererseits. Aus der Vielfalt damit gegebener Themen haben die 9. Speyerer Gesundheitstage namentlich die Verbindung der Gesetzgebungsvorschläge mit dem Wettbewerbsgedanken im Gesundheitswesen herausgegriffen und die wettbewerbsrechtlichen Schranken eines selektiven Vertragswettbewerbs sowie die Regelungen zur Arzneimittelversorgung zur Diskussion gestellt. Mit ihrer Hinwendung zu diesen Themen haben die 9. Speyerer Gesundheitstage einen zentralen Beitrag der DHV Speyer zu den Grundfragen und der Implementation der Gesundheitsreform 2007 geleistet. Pitschas referierte bei dieser Gelegenheit zum Thema „Verfassungsrechtliche Gesamtbewertung der Regelungen des Wettbewerbsstärkungsgesetzes in der gesetzlichen Krankenversicherung".

 

Tagungen 2006:

23. bis 24. März 2006
Speyerer Führungswerkstatt

"Moderne Instrumente der Führungskräfteentwicklung: Entwicklung initiieren und begleiten"

Neben der Fortbildung in berufsbegleitenden Seminaren haben sich für die behördliche Führungskräfteentwicklung eine Reihe weiterer Instrumente/Formate etabliert, als da beispielsweise sind: Coaching, Mentoring, Mediation und Moderation. Alle Formate überschneiden sich ansatzweise und sind nicht immer trennscharf voneinander abzugrenzen, zumal die Bezeichnungen - und das gilt insbesondere für das Coaching - im allgemeinen Sprachgebrauch nicht selten zu „Containerbegriffen" geworden sind und damit leider sinnentleert wurden.
Die Veranstaltung setzt sich zum Ziel, die genannten Formate näher auszuleuchten. Zugleich gilt es, diese Instrumente der Führungskräfteentwicklung auf die Verwaltungsmodernisierung zu beziehen.
Zu den Personen:
Michael Kremin, Selbstständiger Coach, Organisations- und Prozessberater seit 1986
Rainer Pitschas, Hochschullehrer und früherer Personaltrainer

Ergänzung:
Am 21. Februar 2006 fand die Vorbereitungssitzung auf die Führungswerkstatt statt. Dabei wurden einzelne Programmpunkte wie z. B. Fallstudien besprochen und vorbereitet. Die Werkstatt wird interaktiv gestaltet, weswegen wir uns auf rege Teilnahme an den Rollenspielen und Diskussionen freuen.
Zur Vertiefung der Thematik wird ein Reader erstellt werden, der die einzelnen Instrumente der Führungskräfteentwicklung vorstellt.
Für das Abendprogramm in einem Speyerer Restaurant ab 19.00 Uhr ist gesorgt. Es haben sich ca. 30 Personen auf unsere E-Mail hin angemeldet. Dort wollen wir zu einer anderen Form des Dialogs in ungezwungenem Rahmen übergehen.

 

6. bis 7. April 2006
8. Speyerer Gesundheitstage

"Zukunft des Risiko-Strukturausgleichs und Finanzreform in der GKV"

Am 6. und 7. April 2006 veranstaltete Univ.-Prof. Dr. R. Pitschas in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Betriebskrankenkassen, Innungskrankenkassen und der Landwirtschaftlichen Krankenkassen Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen die 8. Speyerer Gesundheitstage. Diese standen unter dem Thema „Zukunft des Risiko- Strukturausgleichs und Finanzreform in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)". Weit über 100 Personen nahmen an dieser überregionalen Konferenz zur Gesundheitsreform teil. Auf ihr ging es im Einzelnen um sozialrechtliche, verfassungsrechtliche, gesundheitspolitische und -ökonomische Problemlagen der künftigen Neustrukturierung des Gesundheitswesens in der Bundesrepublik Deutschland. Dabei wurden die gegenwärtigen Schwächen der politischen Vorschläge ebenso deutlich wie die Vielfalt der Lösungsangebote für die unzweifelhafte Krise des deutschen Gesundheitssystems. Am 7. April 2006 hielt Pitschas einen Vortrag zum Thema „Zukunft des Risiko-Strukturausgleichs und Finanzreform in der Gesetzlichen Krankenversicherung".

Tagungen 2005:

Folgende Tagungen wurden im Jahr 2005 vom Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft, Entwicklungspolitik und Öffentliches Recht (mit-) veranstaltet.

19. bis 21. September 2005
10. Speyerer Forum zur Rechts- und Verwaltungszusammenarbeit (Kommunalwissenschaftliches Forum)

Die Kommunen (Gemeinden, Städte und Landkreise) sind in Deutschland einerseits Teil organisierter Staatlichkeit, andererseits dezentral aufgebaute Einheiten mit eigenem Legitimationssystem, für die Sach-, Bürger- und Ortsnähe wesentliche Qualitätsmerkmale darstellen. Am Beginn des 21. Jahrhunderts unterliegen ihre bisherige Ordnung, Funktion und Finanzierung gravierenden Herausforderungen: In der Diskussion über die Zukunft politischer Ordnungen in der Europäischen Union (EU) besteht ein wachsender Trend zum Übergang auf größere Einheiten ("Regionen") bei veränderter Sinngebung politischer und administrativer Dezentralisierung. Immer stärker fallen darüber hinaus Aufgaben- und Ausgabenverantwortung auf kommunaler Ebene auseinander. Hiermit hängt schließlich die unerträgliche Belastung der kommunalen Finanzsituation zusammen.
Wie wir mit diesen Problemen in Deutschland umgehen und welcher Lösung wir sie zuführen, stößt in zahlreichen Staaten Asiens auf nachhaltiges Interesse - können doch an der deutschen Entwicklung die Notwendigkeit je eigener Regelungen, ihre Vorzüge und vermeidbare Nachteile geprüft werden. Dabei wird zwar zu berücksichtigen sein, dass Dezentralisation nicht schon Föderalisierung bedeutet. Gleichwohl bleibt dort wie hier Dezentralisationspolitik stets umstritten.
Die als Kommunikationswissenschaftliches Forum eingerichtete Veranstaltung diente im übrigen nicht nur dem Rechts- und Verwaltungsvergleich bzw. rechtlichen Überlegungen zum Strukturumbau unserer Kommunalverwaltung. Einbezogen wurden auch ökonomische Fragestellungen sowie ihr politisch-soziologischer Kontext.

 

27./28. Januar 2005
Am 27./28. Januar 2005 führte Herr Prof. Dr. R. Pitschas gemeinsam mit Herrn Prof. Dr. J. Ziekow die 2. Sitzung des am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung bei der Hochschule Speyer eingerichteten Arbeitskreises "Rechtsprechungsmanagement in der Verwaltungsgerichtsbarkeit und gerichtsverbundene Mediation" durch. In der Veranstaltung ging es um die Darstellung rechtlicher Strukturen und praktischer Erfahrungen mit der Gerichtsmediation im Verwaltungsprozess. Ferner wurden Thesen zur Abgrenzung der Gerichtsmediation von der Verwaltungs- und Anwaltsmediation diskutiert. Zu der Sitzung waren eine Reihe hochrangiger Richter und Richterinnen aus dem Bundesgebiet erschienen sowie Vertreter weiterer Berufsgruppen. Die Themen fanden reges Interesse und wurden ausgiebig diskutiert. Dabei zeigte sich erneut die nützliche Verbindung solcher institutionalisierter Gesprächskreise mit dem Ausbildungsschwerpunkt "Rechtsberatung und Rechtsgestaltung" an der Hochschule Speyer.

 

14./15. April 2005

7. Speyerer Gesundheitstage

Am 14./15. April 2005 fanden in der DHV Speyer die 7. Speyerer Gesundheitstage statt. Es handelte sich um eine Veranstaltung der Hochschule in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Betriebskrankenkassen, Innungskrankenkassen und der Landwirtschaftlichen Krankenkassen Rheinland-Pfalz, Saarland und Hessen. Sie stand unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Rainer Pitschas. Mit dem "Gesetz zur Stärkung der gesundheitlichen Prävention" soll diese neben Akutbehandlung, Rehabilitation und Pflege zu einer eigenständigen Säule des Gesundheitssystems ausgebaut werden. Mit den Vorzügen und Mängeln des Gesetzesentwurfs beschäftigte sich die gut besuchte Veranstaltung. In ihrem Verlauf haben unter Mitwirkung des Bundesministeriums für Gesundheit und soziale Sicherung und der Staatsministerin im rheinland-pfälzischen Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, Frau Staatsministerin Malu Dreyer, zahlreiche Expertinnen und Experten aus Arbeitgeber- und Gewerkschaftsaufsicht, aus der Sicht der Verbraucherperspektive, aus der Sozialmedizin, der Gesundheitsökonomie sowie aus dem Verfassungs- und Verwaltungsrecht diesen spannungsreichen gesundheitspolitischen Paradigmenwechsel bewertet.

 

Tagungen 2004:

Folgende Tagungen wurden im Jahr 2004 vom Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft, Entwicklungspolitik und Öffentliches Recht (mit-) veranstaltet:

1.-3. März 2004
9. Internationales Speyer-Forum
"Welthandel und Entwicklung"
(gemeinsam mit Dr. Gerald Sander, Mag.rer.publ., Universität Stuttgart-Hohenheim)
English Version
9th International Speyer-Forum
World Trade and Development

4.-5. März 2004
6. Speyerer Gesundheitstage

27. und 28. September 2004
Speyerer Wirtschaftsforum
"Vergaberecht im Wandel"

(gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. J. Ziekow)

18. - 20. Oktober 2004
Im Rahmen der internationalen Aufgaben der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer hat Herr Prof. Dr. Pitschas gemeinsam mit der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung im Bundesministerium des Innern und dem Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin in der Zeit vom 18. - 20. Oktober 2004 im Berliner Bundeshaus eine Weiterbildungstagung für deutsche und japanische Verwaltungsangehörige unter dem Thema "Globalisierung als Herausforderung für die Verwaltung: Lernwerkstatt Japan-Deutschland" veranstaltet. Die Tagung bildete zugleich einen vorweggenommenen Beitrag zu dem Jahr "Deutschland in Japan 2005/2006", mit dem sich die Bundesrepublik Deutschland für Japan präsentiert. Auf der Veranstaltung hat Herr Prof. Pitschas zur Staats- und Verwaltungsmodernisierung in Deutschland und Japan einen Vortrag mit dem Thema "Deutschland und Japan im Focus der Verwaltungszusammenarbeit" am 19. Oktober 2004 gehalten.

Herbst 2004
Werkstattgespräch zur Inneren Sicherheit
"Strukturreformen im Polizei- und Sicherheitsrecht"

 

Tagungen 2003:

Folgende Tagungen wurden im Jahr 2003 vom Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft, Entwicklungspolitik und Öffentliches Recht (mit-) veranstaltet:

28.-29. Januar 2003
Gesprächskreis "Innere Sicherheit": "Auf dem Weg zu einer neuen Sicherheitsarchitektur" ;
Außenveranstaltung in Trier, Kurfürstliches Palais
(gemeinsam mit Ministerialdirigent Jörg Ziercke, Innenministerium Schleswig-Holstein, Kiel)

27. - 28. März 2003
5. Speyerer Gesundheitstage
"Finanzprobleme der Gesundheitsreform"
(gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft BKK/IKK/LKK in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland)

17.-18. Juni 2003
Gesprächskreis "Innere Sicherheit": "Aufgabenkooperation mit dem Sicherheitsgewerbe";
Außenveranstaltung in München, Bayer. Staatsministerium des Innern
(gemeinsam mit MinDirig. J. Ziercke, Innenministerium Schleswig-Hostein; Dr. H. Olschok, Hauptgeschäftsführer BDWS)

23.-25. Oktober 2003
Gemeinsames Weiterbildungsseminar mit der Dongguk-Universität Seoul/Korea unter Förderung durch den DAAD zum Thema "Staatliche Dezentralisation und gesellschaftliche Eigenverantwortung - Umbau der Kommunalverwaltung und gesellschaftliche Eigenverantwortung in der inneren und sozialen Sicherheit"

 

Tagungen 2002:

Folgende Tagungen wurden im Jahr 2002 vom Lehrstuhl für Verwaltungswissenschaft, Entwicklungspolitik und Öffentliches Recht (mit-) veranstaltet:

29. - 30. Januar 2002
Projektwerkstatt: "Reform der Verwaltungsgerichtsbarkeit"

20. - 22. März 2002
70. Staatswissenschaftliche Fortbildungstagung
"Europäisches Verwaltungsverfahrensrecht"
(gemeinsam mit dem Lehrstuhl Prof. Hill)

06. - 10. April 2002
Forschungskonferenz "Teilhabe von Menschen mit Behinderung an der Bürgergesellschaft in Asien und Europa: Eingliederung im Sozial- und Rechtsvergleich"
(gemeinsam mit dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht, München)
Die Konferenz fand in Berlin statt.

15. - 16. April 2002
4. Speyerer Gesundheitstage
"Reformoptionen der GKV - Quo vadis Gesundheitswesen?"

25. - 27. September 2002
Speyerer Wirtschaftsforum
(gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. J. Ziekow)

10. - 11. Oktober 2002
Deutsch-österreichisches Werkstattgespräch zur Inneren Sicherheit
(gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Harald Stolzlechner, Universität Salzburg)

Im übrigen war der Lehrstuhlinhaber in Zusammenarbeit mit dem Innenministerium des Landes Rheinland-Pfalz in der Weiterbildung tätig. Er gestaltete im Rahmen des Fortbildungsprogramms des Innenministerium die Reihe "Führung in Europa" mit.


Univ.-Prof. Dr. iur. habil. Dr. h.c. mult. Rainer Pitschas
- Emeritus


Telefon:   06232 / 654-345
Telefax:   06232 / 654-122
E-Mail:   rpitschas@uni-speyer.de

Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer

Postfach 14 09 - 67324 Speyer
Freiherr-vom-Stein-Straße 2
67346 Speyer