Weiterbildungsveranstaltungen

5. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance:
Anreizsysteme, Personalmanagement und Vergütung in den Unternehmen der Kommunen, des Bundes und der Länder

3.-4. April 2017

Downloadbereich Tagungsunterlagen

Öffentliche Aufgabenerfüllung und nachhaltige Daseinsvorsorge können bei gleichzeitig notwendiger Haushaltskonsolidierung nur realisiert werden, wenn bei der Leitung öffentlicher Unternehmen alle Chancen ausgeschöpft werden. Das bedeutet nicht in blindem Aktionismus „wild zu rudern“, sondern vorausschauend „sanft zu steuern“. Ein Weg dorthin liegt in einem nachhaltigen und wirkungsorientierten Beteiligungsmanagement sowie einer verantwortungsvollen Public Corporate Governance. Beides stellt für Städte und Kommunen, aber auch für Bund und Länder ein entscheidendes Schlüsselthema dar.
Auch wenn die mit den jeweiligen Unternehmensbeteiligungen von Kommunen, Bund und Ländern verfolgten Zwecke differieren, so eint das Beteiligungsmanagement doch das gemeinsame Anliegen einer guten und verantwortungsvollen Unternehmensleitung und -aufsicht. Die Speyerer Tagungsreihe für Public Corporate Governance soll so gezielt ein Forum für Akteure von allen föderalen Ebenen bieten.
Die diesjährige Tagung für Public Corporate Governance widmet sich schwerpunktmäßig Fragen der Anreizsysteme, des Personalmanagements und der Vergütung. Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Themen:

Nach der positiven Resonanz in den vergangenen vier Jahren, freuen sich die wissenschaftlichen Leiter der Tagung, Frau Prof. Dr. Michèle Morner und Herr Prof. Dr. Ulf Papenfuß, auch dieses Mal auf hochkarätige Referentinnen und Referenten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft (darunter z.B. Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG und Mitglied der Regierungskommission Corporate Governance sowie Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München a.D.). In Impulsvorträgen tragen diese neueste Erkenntnisse aus ihren jeweiligen Spezialgebieten vor, die dann im Kreise der Teilnehmer diskutiert werden. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein Geschäftsführer- und Vorstandspanel sowie eine länderübergreifende Multiplikatoren-Podiumsdiskussion und einen PCG-(Zukunfts-)Slam mit zweiminütigen Impulsvorschlägen zur Diskussion innovativer Ideen, die das Thema im öffentlichen Sektor voranbringen können.
Die Tagung richtet sich an Vorstände und Geschäftsführer/innen in öffentlichen Unternehmen, Beteiligungsmanager/innen und Verwaltungsmitarbeiter/innen der öffentlichen Hand sowie Politiker/innen, Abgeordnete, Ratsmitglieder aus Bund, Ländern, Städten und Kommunen, die als Aufsichtsräte oder als Entscheider in Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung und der öffentlichen Verwaltung verantwortlich sind. Absolventen und Doktoranden können sich über Karrieremöglichkeiten mit Führungskräften in diesem Feld austauschen.
Termin: 3. April 2017, 15:00 Uhr bis 4. April 2017, 15:00 Uhr
Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. Dr. Michèle Morner und Univ.-Prof. Dr. Ulf Papenfuß
Tagungsort: Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Teilnehmerbeitrag: ca. EUR 320,- für Träger / 390,- für andere (ohne Unterkunft

Pressemitteilung vom 05.04.2017:

Miss es oder vergiss es?“ –

Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Beratung suchtenan der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer den Dialog und tauschten sich über die Themen Personalmanagement und  leistungsorientierte Vergütung anhand von Kennzahlen aus.

120 Teilnehmer folgten am 03. und 04. April 2017 der Einladung von Frau Prof. Dr. Michèle Morner und Herrn Prof. Dr. Ulf Papenfuß zur 5. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance. Sie diskutierten insbesondere über Personalmanagement und finanzielle Anreizsysteme im öffentlichen Sektor.

Neben Fixvergütungen beinhalten Vergütungssysteme von Geschäftsführern und Mitarbeitern öffentlicher Unternehmen immer häufiger variable Vergütungsbestandteile. Inspirieren lässt man sich hierbei, wie allzu oft, von Praktiken der Privatwirtschaft. Die Möglichkeiten der Mitarbeiterbelohnung und Leistungsmessung scheinen keine Grenzen mehr zu kennen. So werden häufig finanzielle Kennzahlen als Grundlage der Leistungsbemessung genommen. Es werden Boni für Individual- und Gruppenleistungen vergeben. Und auch dem Grad der Zielerreichung versucht man Rechnung zu tragen, indem man so genannte Bonus-Malus-Systeme einführt.

Herr Christian Ude – Oberbürgermeister a. D. der Stadt München – warnt die Tagungsteilnehmer allerdings in seinem Keynote-Vortrag vor dem „Wahnsinn zu glauben, dass man jegliche Tätigkeit im öffentlichen Sektor mit Kennzahlen messen könne.“ So sei beispielsweise die Qualität der Patientenberatung eines Chefarztes unmöglich mittels Kennzahlen zu messen und „politisch und moralisch ein Schuss in den Ofen“.

Die Gefahr bestehe aus Sicht von Prof. Dr. Morner auch darin, dass Geschäftsführer und Mitarbeiter nur noch all jene Ziele verfolgen, nach denen sie explizit gemessen werden. Anstelle eines gemeinwohlorientierten Denkens und Handelns rückt dann die „Karotte, der man hinterherrennt“. Und dann entstehe aus Sicht von Prof. Dr. Morner die Gefahr, dass eine ursprüngliche innere und auf das Gemeinwohl ausgerichtete Motivation durch externe finanzielle Anreize verdrängt wird. Es sei daher essentiell, dass Leistungs- und Anreizsysteme mit Bedacht gewählt werden. Weniger ist dabei manchmal mehr.

Die diesjährige Tagung bot einen guten Rahmen zum gegenseitigen Austausch und kritischen auseinandersetzen bezüglich aktueller Bestrebungen, die Arbeit von Geschäftsführern und Mitarbeitern im öffentlichen Sektor mittels variabler Vergütungsbestandteile steuern zu wollen. Außerdem wurden allgemeinere Themen der Public Corporate Governance, wie beispielsweise die Kompetenz von Aufsichtsräten in öffentlichen Unternehmen und die Bedeutung eines übergreifenden Public Corporate Governance Kodexes diskutiert. Im kommenden Jahr wird die 6. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance vom 16. bis 17. April 2018 stattfinden und diese Problematik erneut diskutieren.

 

Rückblick

Erfolgreiche 4. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance

Über 100 Teilnehmer folgten am 04. und 05. April 2016 der Einladung von Prof. Dr. Michèle Morner und Prof. Dr. Ulf Papenfuß zur 4. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance. Sie diskutierten über gute Leitung und Aufsicht öffentlicher Unternehmen.

Viele öffentliche Versorgungsaufgaben werden heutzutage von privatrechtlichen Beteiligungsgesellschaften von Bund, Ländern und Kommunen übernommen. Dominierende Rechtsform ist dabei die GmbH. Doch wie kann konkret sichergestellt werden, dass diese Gesellschaften ihrem öffentlichen Auftrag adäquat nachkommen?

Im Fokus stand vor allem die Arbeit von Aufsichtsräten als wichtiges Kontroll- und Steuerungsinstrument guter Unternehmensführung. „Insbesondere Public Corporate Governance Kodizes, regeln die Aufsichtsratsarbeit und leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsstärkung der Aufsichtsratsaufgaben", so Prof. Ulf Papenfuß. Davon existieren aber viel zu viele, die zum Teil nicht ausreichend gelebt werden.

In diesem Sinne warnte Herr Prof. Dr. Edgar Ernst - Präsident der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (dpr) - in seinem Keynote-Vortrag vor einer Überflutung von „Formalismen ohne Zusatznutzen", wie beispielsweise Regelungen hinsichtlich Altersobergrenzen von Aufsichtsratsmitgliedern. Vielmehr sei wichtig, gängige Besetzungsstrategien nach Parteiproporz kritisch zu hinterfragen und klare, unternehmensspezifische Anforderungsprofile an Aufsichtsräte zu definieren. „Auch gruppendynamische Aspekte sollten sowohl bei der Aufsichtsratsbesetzung als auch -evaluation in den Fokus gestellt werden", so Prof. Morner. Denn Aufsichtsratsarbeit gelinge nur, wenn das Gesamtgremium als Team agiere und in engem Austausch mit der Geschäftsleitung stünde. Nur auf diesem Weg könne gewährleistet werden, dass Aufsichtsräte ausreichend mit kontroll- und entscheidungsrelevanten Informationen „versorgt" sind, um Risiken abzuwägen und dem Versorgungsauftrag öffentlicher Unternehmen Rechnung zu tragen.

Die 5. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance wird diese Problematik erneut aufgreifen und findet am 3. und 4. April 2017 statt.

Downloadbereich Tagungsunterlagen

Impressionen zur 4. Speyerer Tagung zur Public Corporate Governance

 

  • Klaus-Michael Ahrend
  • Klaus-Michael Ahrend
  • Michèle Morner

 

 

3. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance

Nachhaltige und wirkungsorientierte Steuerung von öffentlichen Unternehmen

Eine verantwortungsvolle Public Corporate Governance und ein zukunftsfähiges Beteiligungsmanagement sind für Städte und Kommunen, aber auch für Bund und Länder ein Schlüsselthema. Öffentliche Aufgabenerfüllung und nachhaltige Daseinsvorsorge können bei gleichzeitig notwendiger Haushaltskonsolidierung nur realisiert werden, wenn bei der Steuerung und Leitung öffentlicher Unternehmen alle Chancen ausgeschöpft werden. Dafür muss das Beteiligungsmanagement anforderungsgerecht in Richtung einer wirkungsorientierten und nachhaltigen Gesamtsteuerung von Kernverwaltung und öffentlichen Beteiligungen weiterentwickelt werden.

Die meisten Städte besitzen Strukturen, die Ähnlichkeiten mit privatwirtschaftlichen Konzernen aufweisen. Kaum ein privater Konzern ist jedoch in so unterschiedlichen Branchen bzw. Politikfeldern engagiert, was die Steuerungsherausforderungen für die öffentliche Hand zusätzlich erhöht. Ziel der 3. Public Corporate Governance Tagung ist es, aufzuzeigen, wie die aktuellen Herausforderungen einer nachhaltigen und wirkungsorientierten Steuerung von öffentlichen Unternehmen zu bewältigen sind. Damit sollen Entscheidungsträger in Kommunen, Aufsichts- und Verwaltungsräten sowie Geschäftsleitungen öffentlicher Beteiligungen bei ihren Aufgaben unterstützt werden.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Themen:

Die Tagung richtet sich an Vorstände und Geschäftsführer in öffentlichen Unternehmen, Beteiligungsmanager und Verwaltungsmitarbeiter der öffentlichen Hand, sowie Politiker, Abgeordnete, Ratsmitglieder aus Bund, Ländern, Städten und Kommunen, die als Aufsichtsräte oder als Entscheider in Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung und der öffentlichen Verwaltung verantwortlich sind.

Nach einer erfolgreichen 1. und 2. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance haben wir auch in diesem Jahr wieder hochkarätige Referenten aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft gewinnen können.

 

2. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance

Zukunftsfähiges Beteiligungsmanagement: Chancen für Städte und Kommunen sowie Bund und Länder

Ein zukunftsfähiges Beteiligungsmanagement ist für Städte und Kommunen, aber auch für Bund und Länder ein Schlüsselthema.

Öffentliche Aufgabenerfüllung und nachhaltige Daseinsvorsorge können bei gleichzeitig notwendiger Haushaltskonsolidierung nur realisiert werden, wenn bei der Steuerung und Leitung öffentlicher Unternehmen alle Chancen ausgeschöpft werden. Dafür muss das Beteiligungsmanagement anforderungsgerecht in Richtung strategisch integrierter Gesamtsteuerung von Kernverwaltung und öffentlichen Beteiligungen weiterentwickelt werden. Die meisten Städte besitzen Strukturen, die Ähnlichkeiten mit privatwirtschaftlichen Konzernen aufweisen. Kaum ein privater Konzern ist jedoch in so unterschiedlichen Branchen bzw. Politikfeldern engagiert, was die Steuerungsherausforderungen für die öffentliche Hand zusätzlich erhöht.

Ziel der 2. Public Corporate Governance Tagung ist es, aufzuzeigen, wie die aktuellen Herausforderungen eines zukunftsfähigen Beteiligungsmanagements zu bewältigen sind. Damit sollen Entscheidungsträger in Kommunen, Aufsichts- und Verwaltungsräten sowie Geschäftsleitungen öffentlicher Beteiligungen bei ihren Aufgaben unterstützt werden.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Themen:

Die Tagung richtet sich an Vorstände und Geschäftsführer in öffentlichen Unternehmen, Beteiligungsmanager und Verwaltungsmitarbeiter der öffentlichen Hand, sowie Politiker, Abgeordnete, Ratsmitglieder aus Bund, Ländern, Städten und Kommunen, die als Aufsichtsräte oder als Entscheider in Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung und der öffentlichen Verwaltung verantwortlich sind.

 

1. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance 2013

Politik, Verwaltung und Aufsichtsräte: Im Spannungsfeld zwischen Gesetz, gelebter Praxis und Öffentlichkeit

Eine gute Leitung und erfolgreiche Überwachung sind gerade in öffentlichen Unternehmen von enormer Bedeutung, wie aktuelle Beispiele zeigen. Dabei können die Erkenntnisse zu Unternehmensaufsicht und -steuerung aus der Privatwirtschaft nur bedingt übertragen werden, sondern müssen spezifisch auf den öffentlichen Sektor angepasst werden. Ziel der 1. Speyerer Tagung zu Public Corporate Governance ist es, Entscheidungsträger in der öffentlichen Verwaltung sowie Aufsichtsräte und Geschäftsleitungen öffentlicher Unternehmen bei ihren Aufgaben zu unterstützen. Dazu gilt es, die aktuellen Herausforderungen der Leitung und Überwachung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene zu analysieren und Stellhebel aufzuzeigen, wie eine erfolgreiche Aufsicht in und Steuerung von öffentlichen Unternehmen gelingt.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem folgende Themen:

Die Tagung richtet sich an Politiker, Abgeordnete, Ratsmitglieder und Verwaltungsmitarbeiter aus Bund, Ländern und Gemeinden, die als Aufsichtsräte in öffentlichen Unternehmen vertreten oder als Entscheider in Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung und der öffentlichen Verwaltung verantwortlich sind, sowie an Vorstände und Geschäftsführer der öffentlichen Unternehmen.