Weiterbildungsstudium
Rechtsberatung und Rechtsgestaltung
im Rahmen der Anwaltsstation

Die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer bietet ein Programm für eine „sachgerechte rechtsberatende Ausbildung" (§ 5b Abs. 4 DRiG n.F.) in der Anwaltsstation im Rahmen ihres verwaltungswissenschaftlichen Ergänzungsstudiums an.

Die Universität verfügt über langjährige Erfahrung in der Weiterbildung von Fachanwälten für Verwaltungsrecht und hat schon bisher spezifisch auf den Anwaltsberuf und die Rechtsberatung in Organisationen ausgerichtete Lehrveranstaltungen angeboten. Sie hat aus diesen Erfahrungen und in einem mehrjährigen Diskussionsprozess mit der Professorenschaft, den Dozentinnen und Dozenten, der Anwaltschaft (Kammern und DAV) und den Bundesländern ein modularisiertes Lehrangebot für die Anwaltsstation an der Universität entwickelt.

Bei entsprechender Stundenplangestaltung lassen sich ggf. Teile des Weiterbildungsstudiums mit einem verwaltungswissenschaftlichen Aufbaustudium kombinieren.

Allgemeine Information

Auch nach der jüngst abgeschlossenen Reform der Juristenausbildung ermöglichen viele Länder ihren Rechtsreferendarinnen und -referendaren wie bisher eine Entsendung nach Speyer in der Verwaltungspflicht- und/oder in der Wahlstation. Seit neuestem ist es jedoch in den Ländern Bayern, Berlin Brandenburg, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen auch möglich, im Rahmen der Station Rechtsberatung und Rechtsgestaltung für drei Monate nach Speyer zu kommen. Über die genauen Modalitäten einer Entsendung nach Speyer in diesen Ländern können Sie sich hier informieren.

Um eine sachgerechte Ausbildung im Bereich Rechtsberatung und Rechtsgestaltung zu gewährleisten, hat die Universität bereits zum Sommersemester 2003 ihr Lehrangebot entsprechend modifiziert und seitdem konsequent in diesem Bereich erweitert. Die Hochschule beschränkt sich dabei nicht auf das Berufsbild des im öffentlichen Recht tätigen Anwalts. Sie verfolgt vielmehr ein umfassenderes Konzept, das ganz allgemein auf eine Tätigkeit in dem wachsenden Schnittstellenbereich zwischen öffentlichem und privatem Sektor hin orientiert ist, aber auch Aufgaben etwa im Verbandswesen berücksichtigt.

Innerhalb des Lehrangebots des verwaltungswissenschaftlichen Ergänzungsstudiums, also des traditionellen "Speyer-Semesters", wurden die speziell für den Bereich Rechtsberatung und Rechtsgestaltung konzipierten Lehrangebote zu einem eigenen "Schwerpunktbereich 6" zusammengefasst und in das Kommentierte Vorlesungsverzeichnis eingeordnet.

In diesen Veranstaltungen werden nicht nur Probleme des öffentlichen Rechts behandelt, sondern auch Probleme etwa aus den Themenkreisen Vertragsgestaltung oder außergerichtliche Konfliktlösung erörtert sowie für Tätigkeiten in diesem Bereich wichtige weiterführende Kompetenzen vermittelt.

Zielgruppen

Studieninhalte und -module

Die Ausbildung an der Universität ermöglicht der Referendarin bzw. dem Referendar eine anwendungsorientierte Qualifizierung in Fragen der rechtsberatenden und rechtsgestaltenden Tätigkeit im Bereich des Öffentlichen Rechts und dessen Schnittstellen zum Privatrecht, die wissenschaftlich fundiert und praxisorientiert ist. Die Referendare sollen im Anschluss nicht nur in der Lage sein, ihre spezifischen materiellen und prozessualen Kenntnisse in der rechtsberatenden und rechtsgestaltenden Praxis anzuwenden. Sie sollen sich auch selbständig kritisch mit Problemlagen auseinandersetzen und fundierte Handlungsstrategien und Lösungskonzepte entwickeln können sowie allgemeine Schlüsselkompetenzen vertieft haben.

Folgende sach- und problemorientiert zugeschnittenen Module werden im Studienschwerpunkt „Rechtsberatung und Rechtsgestaltung" angeboten:

Die Strukturierung des Schwerpunkts orientiert sich einerseits an Rechts- und Gegenstandsgebieten, die für die Bearbeitung der Module geeignet sind. Ferner werden quer zu den Sachbereichen liegende allgemeine Funktionen/Aufgaben und Instrumente der Rechtsberatung und Rechtsgestaltung aufgegriffen, die exemplarisch an den Gegenstandsbereichen behandelt werden.

Folgende Rechtsgebiete und die dazu gehörigen Gegenstandsbereiche sind Inhalt der Ausbildung innerhalb der Module des Schwerpunkts „Rechtsberatung und Rechtsgestaltung":

Folgende allgemeine Funktionen/Aufgaben und Instrumente von Rechtsberatung und Rechtsgestaltung sind Gegenstand der Lehre innerhalb der Module des Schwerpunkts „Rechtsberatung und Rechtsgestaltung" an der DHV Speyer:

Studienverlauf

Das einsemestrige Weiterbildungsstudium Rechtsberatung und Rechtsgestaltung ist als ein Studienschwerpunkt in das verwaltungswissenschaftliche Ergänzungsstudium integriert. Insgesamt sind daher - wie im verwaltungswissenschaftlichen Ergänzungsstudium - in dem dreimonatigen Semester Veranstaltungen im Umfang von mindestens 20 Semesterwochenstunden zu belegen.

Für ein qualifiziertes Zeugnis über das Weiterbildungsstudium „Rechtsberatung und Rechtsgestaltung" sollen Veranstaltungen im Umfang von 10 Semesterwochenstunden aus den Modulen des Schwerpunkts „Rechtsberatung und Rechtsgestaltung" belegt werden, darunter mindestens ein Seminar oder mindestens eine Projektbezogene Arbeitsgemeinschaft. Die weiteren 10 Semesterwochenstunden können aus den weiteren Studienangeboten der Universität Speyer, insbesondere auch aus anderen Schwerpunkten des verwaltungswissenschaftlichen Ergänzungsstudiums gewählt werden.

Damit besteht auch bei einem Studium in diesem Schwerpunkt für die Rechtsreferendarinnen und -referendare die Möglichkeit, sich in einem generalistischen Teil die Grundlagen der Disziplinen der Verwaltungswissenschaften, der Wirtschaftswissenschaften sowie der Sozialwissenschaften und der Geschichtswissenschaften zu erarbeiten. Ferner haben sie auch die Gelegenheit, ihre rechtswissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten gezielt zu vertiefen.

Hinweis für die Anwaltsstation:

Kooperierende Anwaltkanzleien und -sozietäten

Folgende Sozietäten und Kanzleien haben gegenüber der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer erklärt, dass sie einer Ausbildung von Rechstreferendarinnen und -referendaren an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften positiv gegenüberstehen und gerne geeignete Absolventinnen und Absolventen des Speyerer Ergänzungsstudiums in der Anwaltsstation ausbilden.


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Lehrangebot (pdf)

Lehrangebot Rechtsberatung und Rechtsgestaltung

Eine Aufstellung finden Sie unter der Rubrik Vorlesungsverzeichnis

Kontakt


Lena Metz
Referat Recht, Juristenausbildung - Referentin


Telefon:   06232 / 654-428
E-Mail:   metz@uni-speyer.de