Transferstrategie der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer

Die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer sieht es als gesetzlich verankerte Aufgabe an,  über Forschung, Lehre und Weiterbildung hinaus verwaltungswissenschaftliche Erkenntnisse in Staat, Verwaltung und Gesellschaft zu transferieren.

Die Universität begreift diesen Wissens- und Ideentransfer als einen an den besonderen Bedarfen von Staat und Verwaltung orientierten, iterativen und zwischen den Akteuren Wissenschaft, Verwaltung, Gesellschaft und Wirtschaft wechselwirkenden Prozess.

Dieser breit aufgestellt Transfer erfolgt u. a. im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten, Politikberatung sowie Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, aber auch über öffentliche Vorträge und Veranstaltungsreihen, die den Austausch von Wissenschaft und Praxis fördern.

Die Universität trägt durch forschungsbasierten Wissenstransfer aktiv zur Weiterentwicklung,    Modernisierung und Transformation des öffentlichen Sektors bei. Ihr Hauptziel ist dabei nicht nur, das Handeln von Staat und Verwaltung effizienter und effektiver zu machen, sondern hierdurch auch insgesamt zu einer Steigerung der Innovationskapazitäten von Gesellschaft und Wirtschaft beizutragen.

Die Erreichung dieses Zieles erfordert:

Dieses Aufgabenkonglomerat bedingt eine Intensivierung der Kooperation der Universität und aller ihre Mitglieder untereinander und insbesondere auch mit externen Partnern. Hierzu ist auf allen Ebenen ein umfangreicher Dialog und optimierter Informationsaustausch notwendig, da nur dieser die für die meisten Transferprozesse unabdingbare Responsivität der Universität sicherstellt.

Als das deutsche Kompetenzzentrum für Zukunftsfragen mit verwaltungspraktischer und gesellschaftspolitischer Relevanz trägt die Universität  zu  einer zukunftsfähigen Verwaltung bei und will   ihre Forschungsergebnisse für ihre verschiedenen Ziel- und Adressatengruppen maßgeschneidert bereitstellen. Dies erfolgt im Wesentlichen über 

Die Beförderung eines erfolgreichen institutionalisierten Transfers bedarf einer Transferstruktur, die die besondere strategische Partnerschaft auf dem Campus Speyer zwischen der Universität und dem Deutschen Forschungsinstitut für Öffentliche Verwaltung Speyer (FÖV) gebührend berücksichtigen muss und die verwaltungswissenschaftlichen Transferleistungen beider Institutionen bündeln kann. Aus diesem Grund betreibt die Universität ein Innovationslabor für die öffentliche Verwaltung. Als langfristiges Hauptinstrument der Transferstrategie wird es neben der Koordination und Weiterentwicklung der oben angesprochenen Maßnahmen primär seinem Laborcharakter entsprechende Veranstaltungen durchführen. Diese sollen Zukunftsfragen aufgreifen und sie lösungsorientiert durch den Einbezug aktueller Forschungsergebnisse, der Bedarfe der Verwaltungen und des gesellschaftlich vorhandenen Erfahrungswissens bearbeiten. Das hierbei vorzugsweise zur innovativen forschungs- und praxisorientierten Lösungsgenerierung und Dialoginitiierung eingesetzte Format ist das sogenannte Lab-Event.

Eine organisatorische Bündelung der Transferaktivitäten in einer zentralen Infrastruktureinrichtung der Universität Speyer kann deren forschungsstrategische Ausrichtung beeinflussen und dadurch die Einleitung neuer Transferprozesse sowie eine kontinuierliche Verbesserung der Transferkapazitäten ermöglichen.