Ausstellung "Dächer der Welt"

Charlotte Horn

 

Die Ausstellung wird vom 3. April bis zum 29. Juni 2018 in den Räumen der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer gezeigt.


Die Künstlerin präsentiert etwa 40 Gemälde in Acryl und Öl mit Dächern unterschiedlichster Art. Unter diesem Schlüsselbegriff sind zum einen Dächer von Bauwerken jeder Art und Zweckbestimmung zu verste-hen, zum anderen sind aber auch Dächer der Natur, wie z.B. das Laubdach der Bäume oder hochaufragende Gebirgslandschaften eingeschlossen. Denn allen diesen Dächern eigen ist die Eigenschaft, einen Raum zu begrenzen. Sie umschließen den häuslichen wie den sakralen Raum, sie trennen das Industriegebäude, das Atomkraftwerk von der Umwelt, indem sie diese vor ihm schützen. Dächer sind Umhüllungen in vielfacher Funktion. Wir schauen zum Kirchendach auf, können uns aber von Industriebauten bedroht fühlen. Dächer wirken somit neben der rein tatsächlichen auch auf der emotionalen und psychischen Ebene auf uns ein, indem wir in ihrer Vielfältigkeit mit ihnen leben, unser Lebensraum durch sie mitbestimmt wird.
Aufgebaut wurde diese Ausstellung mit zwei unterschiedlichen Bildzyklen. Der 2010/11 entstandene Bildzyklus in Acryl zeigt seine Besonderheit in der Reduzierung der Farbe auf Schwarz/Weiß, wobei Schwarz und Weiß nicht als Farben im eigentlichen Sinne zu gelten haben. Durch die Dominanz des Weiß , dem es alleine erlaubt ist, diese dunklen, schattenhaften Bildwelten zu erhellen, fällt schlagartig das Licht auf die Gebäude wie in eine nächtliche Mondlandschaft, was dem Dargestellten eine geheimnisvolle Stimmung voll Romantik verleiht. Dem entgegenge-setzt taucht der Betrachter in die bunte Farbenpracht der lebensfrohen Ölbilder des Reisezyklus 2014/17 ein, der an Urlaubsreisen in den Süden erinnert, wobei hier bewusst die Komplementärfarbenlehre von Eugène Delacroix und Vincent van Gogh angewandt wurde. Hierdurch wurde eine große Harmonie und Lebendigkeit der Bilder erzeugt, wobei jeder Farbe eine bestimmte Wertigkeit, gleichsam ein Ton, zugeordnet wird. Die Idee, Farben mit Tönen zu vergleichen, entstammt der griechischen Philosophie, wonach der ganze Kosmos, und mit ihm jede Farbe einem Ton entspricht.

 

Vita Charlote Horn

 

Charlotte Horn

Charlotte Horn wurde durch den Bildhauer Heinz Klein-Arendt unterrichtet. Ihr akademischer Werdegang ist durch Studien der Kunst, Kunstgeschichte und Rechtswissenschaften an den Universitäten Duisburg-Essen, Düsseldorf Köln und Speyer geprägt.


Durch Studien bei namhaften Künstlern wie Professor Goppelsröder (Universität Duisburg-Essen), Professor Qi Yang und Heuel-Kaminska (Akademie Steinfeld) wurde sie in dem für sie charakteristischen Umgang mit Formen und Farben bestärkt. hr beruflicher Weg als Volljuristin führte Charlotte Horn über Aachen und Brüssel sowie ihre Geburtsstadt Nürnberg ins Rheinland, wo sie heute mit ihrer Familie lebt und arbeitet.

Im Kunstverein Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen (Kloster Knechtsteden) leitete sie von 1999 bis 2002 den Fachbereich Malerei und war mitverantwortlich für die Gründung des Kunst- und Kulturkreis Rom-merskirchen e. V. (KuKuK). Einen Querschnitt ihrer Arbeiten zeigte sie in zahlreichen Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen in Neuss, Köln, Düsseldorf, Spa (Belgien) und Mouilleron le Captif (Frankreich). Sie beteiligte sich 2006 mit einer Werkauswahl an einem kulturellen Austausch in Peking und Shanghai. Neben eigenen Veröffentlichungen wie dem Bildband „Das rote Sofa" illustrierte sie die Titelseiten verschiedener Bücher.


Seit 2008 ist die Künstlerin mit ihren Arbeiten in Yad Vashem im In-ternationalen Archiv für Holocaust-Kunst, im Holocaust Art Research Center Jerusalem, digital verzeichnet. 2012 wurde ihr Buch „GEDANKEN UND BILDER ZUM HOLOCAUST" in die Yad Vashem Library in Jerusalem aufgenommen.


Ausgewählte Ausstellungen
2015 Landtag NRW, AUSTELLUNG HOLOCAUST 7
2015 Schloss Paffendorf, AUSSTELLUNG SOMMERWIND 2
2015 Schloss Konradsheim AUSSTELLUNG SOMMERWIND 3
2016 artweeks in Miami (THE ARTBOX.PROJECT Miami 1.0)
2017 artweeks in Basel (THE ARTBOX.PROJECT Basel 1.0)
2017 Akademie Mont Cenis, Herne
2018 Armory Artworks New York

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