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Verständliche Verwaltungskommunikation in Zeiten der Digitalisierung
Konzepte - Lösungen - Fallbeispiele

Ausführliches Programm Anmeldung

Beschreibung

Die deutsche Verwaltung kommuniziert untereinander und mit ihren Klienten traditionell mit Texten wie Bescheide, Anträge, Schriftwechsel und Beschlüsse. Doch Verwaltungskommunikation findet auch statt mittels Architektur von Verwaltungsbauten und ihrer Einbettung in ein Umfeld, mit Symbolen und Zeichen, sowie, wenn auch zum geringsten Teil, mündlich. Die Tagung wird sich mit den Besonderheiten einer digitalisierten Verwaltungskommunikation befassen. Denn die geplante durchgehende Digitalisierung des öffentlichen Sektors wird eine wesentlich veränderte Kommunikation, gewiss auch mit Rückwirkungen auf interne Verwaltungsprozesse, mit sich bringen. So dürften sich die Gewichte in der Art und Weise der Kommunikation verschieben, zum Beispiel: Die Ansprache in Mitteilungen wird sich medienabhängig ändern. Papiergebundene Kommunikation wird sich fallweise mit internetbasierten Kommunikationsformen mischen, zum Beispiel wenn bei Wahlen via Internet Antragsformulare in Papierform unterschrieben eingereicht werden müssen, der eigentliche Wahlvorgang jedoch dann internetbasiert erfolgen kann. - Internet-Plattformen verschiedener Verwaltungen hatten bisher ihre je eigene Logik der Darstellung. Nutzer müssen sie zunächst einmal erkennen oder erlernen, um dann mit der Plattform richtig umgehen zu können. Die Frage einer gewissen Normierung scheint nahe liegend. - Symbole und Zeichen werden in Bildschirmdarstellungen vermutlich vermehrt zu finden sein, unter anderem in Laufanweisungen bei interaktiven Formen der Kommunikation, zum Beispiel bei Anträgen und Reaktionen darauf. Eine der Aufgaben für die Gestalter der neuartigen Kommunikation ist: Die verschiedenen Zeichensysteme und das kommunikative Design sollten möglichst so gestaltet sein, dass die technischen Prozeduren und relevanten Inhalte quasi intuitiv aufgefasst und verstanden werden können. Die bedeutsame Umgestaltung und Erweiterung der Kommunikationsformen bedarf der Erfolgssicherung. Deren wesentlichen Elemente werden es sein, die inhaltlichen Aussagen allgemeinverständlich zu halten, die fachspezifischen Kriterien digitaler Kommunikationsformen aufgabenadäquat zu berücksichtigen und den neuen Gestaltungsraum für eine möglichst ver-ständliche und damit effektive Kommunikation zu nutzen, die zudem rechtlichen Anforderungen genügt. Verständlichkeit und Verstehen von Kommunikationsinhalten sind jedoch nichts Selbstverständliches. Wesentliche Anliegen der Tagung sollen sein: Grundlagen der Verständlichkeit und des Verstehens von Kommunikationsinhalten in Erinnerung zu rufen sowie bisherige Erfahrungen mit den Arten und Weisen des verständlich Machens der digitalen Kommunikation auf Seiten der Verwaltung auszutauschen. Das Verstehen auf Seiten der Empfänger gehört dazu, wenn die neue Kommunikation Akzeptanz finden soll.
Vorträge mit Diskussionen
Univ.-Prof. Dr. Rudolf Fisch
Ursula Giesen-Winkler
Burkhard Margies
Forum
4.1.19
27.03.2019 - 28.03.2019
Uni Speyer - Vortragssaal
45
Wissenschaftler, Verwaltungspraktiker in Leitungspositionen (Kommune, Land, Bund)
€ 250 / € 290