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Wissenschaftsfreiheit unter Druck

‚Neue‘ staatliche und gesellschaftliche Herausforderungen im deutsch-italienischen Vergleich

Das vom DAAD geförderte Projekt „Wissenschaftsfreiheit unter Druck: ‚Neue‘ staatliche und gesellschaftliche Herausforderungen im deutsch-italienischen Vergleich“ befasst sich mit den vielseitigen Angriffen auf die Wissenschaftsfreiheit, die insbesondere die Universität ins Visier nehmen.

Gegenstand des Projekts ist die Initiierung eines gesellschaftspolitischen Dialogs zwischen der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer und der Università degli Studi di Milano, Dipartimento di diritto pubblico, italiano e sovranazionale. In diesem Zusammenhang gehen zwei „symmetrische“ zweitägige englischsprachige Veranstaltungen, die eine in Speyer (6.- und 7. Februar 2020) und die zweite in Mailand (24. und 25. September 2020) diesem Fragenkomplex nach. Im deutsch-italienischen Vergleich wird dabei die Gefährdung der Wissenschaftsfreiheit sowohl durch institutionelle Zwänge als auch durch gesellschaftliche Anforderungen beleuchtet.

Beide Veranstaltungen befassen sich mit den aktuellen Entwicklungen des Hochschulwesens und den neuen Formen der Hochschulgovernance und vertiefen die Vor- und Nachteile möglicher Zukunftsszenarien. Als Ausgangspunkt der Überlegungen wird das von einer Projektgruppe der Universität Mailand (Gruppo di progetto Unimi 2040) ausgearbeitete Dokument zur Zukunft der Hochschulgovernance herangezogen.

Als zweiten Fragenkomplex wird die Rolle, Autorität und Legitimation universitärer Wissenschaft vertieft. Hier soll nach der Kommunikation und Kooperation zwischen  „Experten und Laien in der Wissenschaft“ nach dem Stichwort „Citizen Science“ gefragt werden. Auch Evaluationsverfahren und Ethikkommissionen sollen aus der Sicht der zu attestierenden „Qualität“ des Wissens und der gesellschaftlichen Konformität von Forschung untersucht werden. Ebenfalls analysiert werden soll die „Transparenz“ (Open Access) oder zumindest schnelle Zugänglichkeit der Forschungsergebnisse als Mittel zur Akzeptanzsteigerung universitärer Forschung wie auch die Frage der  Lehrfreiheit angesichts zunehmender „No Go-Areas“, wie das Beispiel der Trigger Warnings zeigt. 

Die wissenschaftliche Leitung des Projekts haben die Geschäftsführerin des FÖV, Prof. Dr. Margrit Seckelmann, und die Koordinatorin des FÖV-Programmbereichs über den Europäischen Verwaltungsraum, Prof. Dr. Cristina Fraenkel-Haeberle, in Zusammenarbeit mit Prof. Lorenza Violini und Dr. Giada Ragone der Università Statale di Milano übernommen.

Eine ausgearbeitete schriftliche Fassung der thematisch untereinander abgestimmten Referate zur Vertiefung dieser Forschungsfragen soll nach den beiden Veranstaltungen in einem englischsprachigen Sammelband veröffentlicht werden. Dieser soll 2021 publiziert werden. Über das Verfassen des Bandes hinaus dient das Netzwerk der Etablierung längerfristiger Beziehungen zur Entwicklung gemeinsamer Forschungsperspektiven.

 

Conference: Academic Freedom under Pressure? New State and Social Challenges in a German-Italian Comparison

24th – 25th September 2020, University of Milan

Kontakt

Prof. Dr.  Cristina Fraenkel-Haeberle
Forschungsinstitut - Programmbereichskoordinatorin


Telefon: 06232 / 654-384
E-Mail: fraenkel-haeberle@uni-speyer.de

Kontakt

Prof. Dr.  Margrit Seckelmann
Forschungsinstitut - Geschäftsführerin


Telefon: 06232 / 654-387
Telefax: 06232 / 654-290
E-Mail: seckelmann@foev-speyer.de