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S 208

(S 208) Behavioral law and administration - Verhaltenswissenschaften und Staatsmodernisierung


DozentInnen
Hill
Veranstaltungstyp
Seminare
Semesterwochenstunden (SWS)
3 Std.
Termin(e)
06.07.26 - 09:00 bis 12:15, Hörsaal 4
07.07.26 - 09:00 bis 12:15, Hörsaal 4
08.07.26 - 09:00 bis 12:15, Hörsaal 4
09.07.26 - 09:00 bis 12:15, Hörsaal 4
13.07.26 - 09:00 bis 16:15, Aula, Hörsaal 4
14.07.26 - 09:00 bis 16:15, Aula, Hörsaal 4

Beschreibung

Der Einfluss der Verhaltenswissenschaft  auf Staatsrecht und Staatspraxis ist bisher - anders als im ökonomischen Bereich - noch wenig beachtet. Digitalisierung und KI verändern zudem das Handeln des Staates und der Betroffenen. Wer die psychologischen Hintergründe und Zusammenhänge kennt, kann Fehler und Fallen vermeiden und bessere Wirkungen erzielen. Dadurch gewinnt man bei Bewerbungen für die Berufspraxis Vorteile.

Vorläufige Themenliste

1. Instrumente des Staatshandelns

2. Behavioral Insights im Internationalen Recht

3. Wirksam Regieren - Behavioral Appoach in verschiedenen Staaten und in der Bundesregierung

4. Einflussstrategien im Umwelt-, Klima- und Verbraucherschutz

5. Schwächen und Verzerrungen bei menschlichen Entscheidungen (Heuristiken, Biases)

6. Schwächen und Verzerrungen bei KI

7. Verhältnis Rationalität - Intuition

8. Offenes Recht als Aufforderung zur Gestaltung und Einbeziehung

9. Die Bedeutung der Situation - Mikropräferenzen, Kontexte, Mindsets

10. Lernen an der Realität, adaptive Rechtsanwendung und Weiterentwicklung

11. Typisierung staatlicher Steuerung bei Balanced Scorecard, Nudging und Algorithmic Regulation

12. Law as Code - Was ist am Recht computerisierbar und was nicht?

13. Was motiviert uns zum Handeln?

14. Warum befolgen wir Recht?

15. Recht ohne Zufall - Rechtstreue und Rechtsverstöße

16. Experimentelle Weiterentwicklung von Recht

17. Risikoaversion und Lösungsorientierung in der öffentlichen Verwaltung

18. Soziale Heuristiken und angepasstes Verhalten

19. Verhalten in Gruppen

20. Regeln für gutes Nudging

21. Sludges (Friktionen) für Inanspruchnahme von Rechten und Rechtsbefolgung

22.Nutzerattraktives Servicedesign

23. Rationalisierung von KI-Entscheidungen (Quellen, Verfahren, Offenlegung)

24. Affective Computing

25. Kompetenz- und Kontrollverlust bei hybrider Entscheidungsfindung mit KI

26. Debiasing

 

Vorausgesetztes Wissen:

Grundkenntnsisse im Recht, Interesse an interdisziplinären Fragen zu seinem Zustandekommen, seiner Gestaltung und seiner Wirkung

 

Lernziele (Didaktisches Konzept, Lehr- und Lernziele)

Die Teilnehmenden gewinnen ein vertieftes und ganzheitliches Verständnis des Verhaltens sowie der Impulse und Wirkungen, die staatliches Handeln auslöst und steigern dadurch ihre Handlungs- und Gestaltungskompetenz.

 

E-Learning:

Materialien werden in OLAT zur Verfügung gestellt.

 

Vorbereitung (Literaturhinweise, Links, sonstige Informationen):

Einführende Literaturhinweise

Beck, Hanno, Behavioral Economics, 2014

Effer-Uhe, Daniel/Mohnert,Alica, Psychologie für Juristen, 2019

Kahneman, Daniel, Schnelles und langsames Denken, 2012

Kaufmann, Stefan, Rational urteilen und entscheiden, 2023

Mintz, Alex, et al, Beyond Rationality, 2022

Zamir,Eyal/Teichman, Doron, Behavioral Law and Economics, 2018

 

Zur Veranstaltung erscheint ein einführender Überblicks-Artikel des Dozenten am 1. 7. 2026 in Die Öffentliche Verwaltung, Heft 13/26.

 

 

Kontakt Lehrperson (wird online veröffentlicht):

hill@uni-speyer.de

www.uni-speyer.de/lehrstuehle/level-2-1/aktuelles


Stand: 19.05.2026 08:45