(V 112) Digitale Transformation in Staat und Gesellschaft
08.12.26 - 09:00 bis 12:15, Hörsaal 5
09.12.26 - 09:00 bis 12:15, Hörsaal 5
10.12.26 - 09:00 bis 12:15, Hörsaal 5
25.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
26.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
27.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
28.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
Fachbeschreibung:
Die digitale Transformation verändert grundlegende Strukturen von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Technischer Fortschritt – insbesondere in den Bereichen Datenverarbeitung, Vernetzung und künstliche Intelligenz – ermöglicht neue Formen wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Organisation, verändert Kommunikations- und Entscheidungsprozesse und stellt zugleich bestehende rechtliche und institutionelle Ordnungen vor neue Herausforderungen.
Die Vorlesung vermittelt zunächst ein grundlegendes Verständnis von technischem Fortschritt und digitaler Transformation und ordnet diese Entwicklungen in ihren gesellschaftlichen Kontext ein. Darauf aufbauend werden zentrale Erscheinungsformen und Folgen der Digitalisierung untersucht. Behandelt werden insbesondere künstliche Intelligenz und ihre technischen Grundlagen, datengetriebene Geschäftsmodelle, die Digitalisierung sozialer Beziehungen, Überwachungskapitalismus und Dark Patterns sowie die Transformation von Staat und Verwaltung durch Digitalisierung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Recht und staatliche Regulierung auf technologischen Wandel reagieren und ihn zugleich gestalten können.
Die Veranstaltung verbindet damit technische Grundlagen mit rechtlichen, gesellschaftlichen und staatstheoretischen Fragestellungen. Sie nimmt nicht nur gegenwärtige Entwicklungen in den Blick, sondern diskutiert auch mögliche zukünftige Entwicklungspfade der digitalen Transformation und ihre Konsequenzen für Staat und Gesellschaft. Die Vorlesung ist bewusst interdisziplinär angelegt.
Vorausgesetztes Wissen:
Besondere technische Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Die für das Verständnis erforderlichen technischen Grundlagen, insbesondere im Bereich künstlicher Intelligenz, werden im Rahmen der Vorlesung vermittelt. Erwartet werden die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit interdisziplinären Fragestellungen und zur kritischen Diskussion wissenschaftlicher Texte und Argumente.
Lernziele:
Die Studierenden erwerben ein grundlegendes Verständnis der Begriffe technischer Fortschritt und digitale Transformation und können technologische Entwicklungen in ihren gesellschaftlichen, staatlichen und rechtlichen Kontext einordnen.
Sie sollen zentrale Erscheinungsformen und Dynamiken der Digitalisierung erkennen und deren Auswirkungen auf Staat, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft analysieren können. Zugleich sollen sie unterschiedliche wissenschaftliche und gesellschaftliche Positionen zur digitalen Transformation verstehen, Argumente rekonstruieren und kritisch beurteilen sowie eigene begründete Positionen entwickeln.
Über die Vermittlung von Fachwissen hinaus fördert die Veranstaltung insbesondere die Fähigkeit zum Verstehen und Darstellen komplexer Texte und Argumente, zur Zusammenarbeit in Teams, zur kritischen Auseinandersetzung mit anderen Positionen und zum zukunftsorientierten Denken.
E-Learning:
Begleitende Materialien, Literatur und Arbeitsaufträge werden über die universitäre Lernplattform bereitgestellt.
Vorbereitung:
Eine gesonderte fachliche Vorbereitung ist nicht erforderlich. Literatur und Materialien zur Vorbereitung einzelner Sitzungen bzw. Fallstudien werden im Verlauf der Veranstaltung bekannt gegeben.
Kontakt Lehrperson:
ls-oer@uni-speyer.de
Stand: 05.10.2026 20:45