(S 121) Wandel und Transformation im öffentlichen Sektor
12.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
13.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
14.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
18.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
19.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
20.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
21.01.27 - 13:00 bis 16:15, Hörsaal 5
Fachbeschreibung:
Staat und Verwaltung stehen unter erheblichem Veränderungsdruck. Digitalisierung, demografischer Wandel, knappe öffentliche Ressourcen und eine zunehmende Komplexität staatlicher Aufgaben werfen die Frage auf, wie der öffentliche Sektor langfristig handlungsfähig bleiben kann. Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich aus konstruktiver Perspektive mit der Transformation von Staat und Verwaltung. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei Fragen: Wohin sollen sich Staat und Verwaltung entwickeln? Und: Wie lassen sich tiefgreifende Veränderungen tatsächlich umsetzen?
Behandelt werden insbesondere Staats- und Verwaltungsmodernisierung, Digitalisierung und Automatisierung, Bürokratieabbau und bessere Rechtsetzung, föderale Aufgabenverteilung, Organisations- und Prozessreformen sowie die Rolle des Rechts als Ermöglichungsbedingung und mögliches Hemmnis von Transformation. Die abstrakte Reformperspektive wird mit der Analyse konkreter Verwaltungsprozesse verbunden. Anhand von Fallstudien untersuchen die Studierenden bestehende Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten, Verfahren und Vollzugsprobleme und entwickeln darauf aufbauend realistische Zielszenarien einschließlich der erforderlichen rechtlichen und organisatorischen Veränderungen.
Vorausgesetztes Wissen:
Besondere Vorkenntnisse im Bereich der Digitalisierung oder Verwaltungsmodernisierung werden nicht vorausgesetzt. Grundkenntnisse der Funktionsweise von Staat und Verwaltung sowie die Bereitschaft zur interdisziplinären Auseinandersetzung mit rechtlichen, organisatorischen und technischen Fragestellungen sind hilfreich.
Lernziele:
Die Studierenden können zentrale Herausforderungen und Reformansätze der Staats- und Verwaltungsmodernisierung einordnen und unterschiedliche Zielbilder für einen leistungsfähigen öffentlichen Sektor kritisch beurteilen. Sie können das Zusammenspiel von Recht, Organisation, Verfahren und Digitalisierung bei Transformationsprozessen analysieren.
Die Studierenden sind insbesondere in der Lage, konkrete Verwaltungsprozesse hinsichtlich ihrer Rechtsgrundlagen, Zuständigkeiten, Verfahrensgestaltung und ihres Digitalisierungsstandes zu untersuchen, Reformpotenziale zu identifizieren und darauf aufbauend rechtlich und organisatorisch realisierbare Zielszenarien zu entwickeln. Dabei lernen sie, rechtliche Änderungsbedarfe ebenso wie institutionelle und politische Umsetzungsbedingungen mitzudenken.
E-Learning:
Begleitende Materialien, Literatur und Arbeitsaufträge werden über die universitäre Lernplattform bereitgestellt.
Vorbereitung (Literaturhinweise, Links, sonstige Informationen):
Eine gesonderte fachliche Vorbereitung ist nicht erforderlich. Literatur und Materialien zur Vorbereitung einzelner Sitzungen bzw. Fallstudien werden im Verlauf der Veranstaltung bekannt gegeben.
Kontakt Lehrperson (wird online veröffentlicht):
ls-oer@uni-speyer.de
Verwendung:
Ergänzungsstudium, LL.M.: Recht und Innovation in Staat und Verwaltung
MAPA 3. Fachsemester: WPM II D: Informationstechnologie und Digitalanwendungen in der öffentlichen Verwaltung
Aufbaustudium: Grundlagen der Staatlichkeit
Stand: 05.10.2026 20:45