Aktuelles

Neueinstellung wissenschaftliche Mitarbeiterin

Johanna Künzler arbeitet seit Mai 2022 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Vergleichende Verwaltungswissenschaft und Policy-Analyse der Universität Speyer. Zuvor war sie als Forschungs- und Lehrassistentin am Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern angestellt, wo sie auch promovierte. Johanna Künzler untersucht in ihrer Forschung den Politikprozess, insbesondere die Bereiche des Agenda Settings, der Entscheidungsfindung und Implementation. Sie verwendet dazu verschiedene theoretische Ansätze, wobei ein Schwerpunkt auf dem Narrative Policy Framework liegt, welches sie auch theoretisch weiterentwickelt. Johanna Künzler interessiert sich auch für andere politik- und verwaltungswissenschaftliche Fragestellungen; so hat sie ihre Dissertation zum Thema der Reputation öffentlicher Organisationen verfasst. Methodisch liegt Johanna Künzlers Expertise bei qualitativen Ansätzen und Qualitative Comparative Analysis (QCA).

Weitere Informationen

Relational coupling of multiple streams

Relational coupling of multiple streams: The case of COVID-19 infections in German abattoirs, https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/psj.12459, in: PSJ Policy Studies Journal (02/2022)

Zusammenfassung:

Nach einer Reihe von COVID-19-Ausbrüchen bei Beschäftigten in der deutschen fleischverarbeitenden Industrie stand das Arbeitsschutzgesetz zum Schutz dieser Arbeitnehmer im Juli 2020 auf der Agenda der Regierung. Aus verschiedenen Perspektiven betrachtet, können lokale Corona-Hotspots als politisches Fenster für die Einführung entsprechender Maßnahmen verstanden werden. Dies allein reicht jedoch nicht aus, um das Agenda-Setting zu erklären. In dieser Studie wird die Kopplung von Strömen innerhalb von Politikfenstern untersucht. Durch die Einführung des Konzepts der relationalen Kopplung in die MSF-Forschungsagenda bietet die Diskursnetzwerkanalyse eine neue Methodik, um unternehmerische Aktivitäten aufzudecken. Bei der Untersuchung des Diskurses in den deutschen Massenmedien zu diesem Thema wurden zwei Phasen identifiziert: (1) Eine anfängliche Problemvermittlung ohne Kopplung von Kernpolitiken, gefolgt von (2) einer Kopplung über alle Ströme hinweg auf der Grundlage eines fokussierenden Ereignisses. Wir zeigen, dass die relationale Kopplung ein besseres Verständnis des Agenda-Settings ermöglicht.

 

_____________________________________

Vortrag an der Universität Hohenheim

Am Mittwoch, den 2. Februar wird Colette S. Vogeler an der Universität Hohenheim im Forschungskolloquium „Policy, Markets and Trade in the Bioeconomy“ aus ihrem aktuellen DFG-Forschungsprojekt berichten. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Einflussfaktoren für die Gestaltung von Tierschutzpolitik im internationalen Vergleich. 

___________________________________________________________________

Ernennung zur Universitätsprofessorin

 

Am Dienstag, den 26. Januar 2022, konnte Colette Vogeler Ihre Urkunde zur Ernennung zur Universitätsprofessorin entgegennehmen.

Die Urkunde wurde von Universitätsrektor Professor Mühlenkamp überreicht.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und bald auch auf weitere Verstärkung in unserem Lehrstuhlteam!

____________________________________________________________

The integration of environmental opbjectives in the common agricultural policy-partisan politics in the European Parliament, in: Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft (2021)

Diese Studie analysiert die Policy Präferenzen der Fraktionen im 8. Europäischen Parlament hinsichtlich der Gestaltung der Agrarpolitik und der Integration von Umweltzielen in diese. Aufgrund des hohen Europäisierungsgrades der Gemeinsamen Agrarpolitik ist die Analyse der Parteipositionen auf EU-Ebene von besonderem Interesse. Inwieweit verändern sich die Positionen der Fraktionen vor dem Hintergrund des zunehmenden öffentlichen Bewusstseins für Umwelt- und Tierschutzbelange in der Agrarpolitik? Mittels einer Diskursnetzwerkanalyse der Plenardebatten zu ausgewählten Policy Proposals während der 8. Legislaturperiode des Europäischen Parlaments werden die Positionen der unterschiedlichen Fraktionen in der Agrarpolitik untersucht. Die vergleichende Analyse offenbart deutliche Unterschiede in der Problemwahrnehmung und den präferierten Policy Lösungen zwischen den Fraktionen. Substanzielle Unterschiede zeigen sich zwischen der EVP auf der einen Seite und den Grünen/EFA sowie der GUE/NGL auf der anderen Seite. Die EVP-Mitglieder vertreten nach wie vor überwiegend traditionelle agrarpolitische Ziele wie Ernährungssicherheit und Einkommensunterstützung für Landwirte, während die Abgeordneten der Grünen/EFA und der GUE/NGL für einen Policy Wandel hin zu einer umwelt- und tierschutzfreundlicheren Agrarpolitik eintreten. Gleichzeitig zeigt die Analyse einen breiten Konsens zwischen den Fraktionen hinsichtlich der generellen Notwendigkeit, Nachhaltigkeitsaspekte bei der Gestaltung der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik verstärkt zu berücksichtigen.

 

 

Kontakt

Univ.-Prof. Dr.  Colette Vogeler
Lehrstuhl für Vergleichende Verwaltungswissenschaft und Policy-Analyse


Telefon: 06232 / 654-266
E-Mail: vogeler@uni-speyer.de

Sprechstunde

Dienstags, 11.00 Uhr