Über das Zentrum
Herzlich willkommen auf der Homepage des Speyerer Zentrums für Gesetzgebung. Das Zentrum ist angesiedelt am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verfassungsrecht und Rechtsvergleichung, und wird geleitet von Prof. Dr. Ruth Weber. Auf dieser Seite können Sie sich über Aktivitäten des Zentrums informieren.
Das Zentrum erforscht Themen rund um die Rechtsetzungslehre und die „gute Gesetzgebung“. Dazu zählen etwa neue Instrumente der Legistik, wie Praxis- und Digitalchecks, verfassungsrechtliche Maßstäbe in Bezug auf das Gesetzgebungsverfahren und aktuelle Debatten zum Bürokratieabbau. Die Forschungsaktivitäten des Zentrums sind dabei in ein Netzwerk der beteiligten Professuren an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften eingebettet. Auch sie erforschen Belange der Rechtsetzungslehre und bereichern die Forschung des Zentrums mit eigener Expertise. Mehr zu den Forschungsschwerpunkten des Zentrums erfahren Sie unter Forschung.
Darüber hinaus bieten das Zentrum und die an ihm beteiligten Professuren auch Weiterbildungen für Legistikerinnen und Legistiker an. Im Lehrprogramm der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften können Kurse im Ergänzungsstudium sowie in den weiteren Studiengängen gewählt werden (Modul: Legistik und bessere Rechtsetzung). Mehr zum Lehrangebot erfahren Sie unter Lehre und Weiterbildung.
Leitung
Prof. Dr. Ruth Weber
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Dr. Anne-Marlen Engler
Wissenschaftliche Hilfskräfte
Hilal Alwan
David Emeruem
Maximilian Schulz
Sekretariat
Nina Strauch
Das Speyerer Zentrum für Gesetzgebung erforscht Fragen der Rechtsetzungslehre und der „guten Gesetzgebung“.
Am Zentrum selbst forscht neben Prof. Dr. Ruth Weber aktuell Dr. Anne-Marlen Engler. Derzeit arbeiten wir zu zwei Forschungsschwerpunkten:
„Gute Gesetzgebung“: Die Legistik und das Gesetzgebungsverfahren
Die Legistik beschäftigt sich mit der Frage nach „guten Gesetzen“. Was ein Gesetz zu einem „guten Gesetz“ macht, kann aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Zentral ist dabei häufig das Verfahren der Gesetzgebung. In der Forschung des Zentrums geht es zunächst darum, den Weg von politischen Ideen zu sprachlich und systematisch sinnvoll verfassten Gesetzen nachzuvollziehen. Hierbei werden auch neuere Ideen, wie etwa Praxis- oder Digitalchecks, untersucht. Schließlich stellen sich Fragen in einem für den demokratischen Rechtsstaat relevanten Spannungsfeld: Wo sind dem demokratischen Willen im Gesetzgebungsprozess verfassungsrechtliche Grenzen gesetzt? Wann geraten verfassungsrechtliche Maßstäbe auf problematische Weise in den Hintergrund und wo sollte das Recht dem demokratischen Willen Spielraum lassen? Wie gelingt Rechtsetzung jenseits des formellen Gesetzgebungsprozesses?
Grundlagen der Bürokratieforschung: Was ist „Bürokratie“?
Das Zentrum geht Grundlagen zur Bürokratieforschung nach. Im Fokus steht hier die grundlagenbasierte Forschung, insbesondere rechtssoziologische und rechtshistorische Perspektiven auf Bürokratie und ihre Kritik. Forschungsfragen in diesem Zusammenhang sind: Welche Funktion hat der Begriff der Bürokratie im modernen Verwaltungsstaat historisch und aktuell? Wie lassen sich Bürokratiekritiken und Reformvorschläge zur Staatsmodernisierung in den politischen Debatten ihrer Zeit situieren? Wie wird Bürokratie und ihr Abbau rechtlich rationalisiert?
Zu diesem Forschungsschwerpunkt veranstalten wir am 26. und 27. März 2026 eine Tagung an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer mit dem Titel „Ambivalenzen moderner Verwaltung. Wissenschaftliche Perspektiven auf Bürokratie und ihre Kritik“. Auf der Tagung werden sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachdisziplinen über fünf Panels verteilt mit den Themen Bürokratie und Entbürokratisierung befassen. Dabei wird die Tagung Grundlagen der Bürokratiekritik genauso wie aktuelle Reformvorschläge in den Blick nehmen.
Anmeldungen sind ab sofort unter folgendem Link möglich: Zur Anmeldung.
Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier.
Die Forschungsaktivitäten der am Zentrum beteiligten Professuren finden Sie auf den jeweiligen Lehrstuhlseiten.
Das Speyerer Zentrum für Gesetzgebung bietet Lehr- und Weiterbildungsveranstaltungen zu Themen der Legistik und Rechtsetzung an.
Die Leiterin des Zentrums, Prof. Dr. Ruth Weber, bietet regelmäßig Veranstaltungen zur Legistik an. Die zweiwöchige Vorlesung „Legistik mit Gesetzgebungswerkstatt" führt in Grundkenntnisse der Legistik und Rechtsetzungslehre ein, die anschließend in einer interaktiven Gesetzgebungswerkstatt selbst angewendet werden. Das Seminar „Legistik: Von der politischen Idee zum Gesetz“ vermittelt zudem vertiefte Kenntnisse der Legistik und Rechtsetzungslehre.
Im Folgenden finden Sie eine Liste mit Veranstaltungen aus dem Lehr- und Weiterbildungsprogramm an der DUV Speyer. Über den jeweiligen Link erhalten Sie weitere Informationen zu den Veranstaltungen aus dem Vorlesungsverzeichnis.
Wintersemester 2025/2026
- Prof. Dr. Désirée I. Christofzik: (S303) Wie wirkt und was kostet es? Grundlagen evidenzbasierter Finanzpolitik
- Dr. Torsten Gerhard: (C131) Kommunale Satzungen und Verträge - Satzungs- und Vertragsgestaltung im öffentlichen Recht
- Prof. Dr. Hermann Hill: (A524) Praxis der Gesetzgebung
- Prof. Dr. Sanja Korac: (A520) Kreative Verwaltung
- Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Knorr und Prof. Dr. Stefan Korte: (S314) Recht und Ökonomie von Umwelt- und Klimaschutz
- Dr. Lotte Madlen Tittor und Josef Nejedlý: (A526) Gesetzgebungs- und Verwaltungspraxis der EU-Institutionen
- Prof. Dr. Heiko Richter: (V121) EU-Plattformregulierung und Datenwirtschaftsrecht
- Prof. Dr. Heiko Richter: (S126) Ökonomische Theorie im Recht
- Prof. Dr. David Roth-Isigkeit: (S127) Künstliche Intelligenz und Digitale Plattformen im Genehmigungsverfahren
- Prof. Dr. Ruth Weber: (S122) Von der politischen Idee zum Gesetz
- Prof. Dr. Ruth Weber: (V122) Legistik
- Prof. Dr. Ruth Weber und Dr. Anne-Marlen Engler: (Tagung) Ambivalenzen moderner Verwaltung
Sommersemester 2026 (in Planung - wird fortlaufend ergänzt)
- Prof. Dr. Désirée I. Christofzik und Prof. Dr. Stephan Grohs: (V405) Grundlagen öffentlichen Entscheidens aus interdisziplinärer Sicht
- Prof. Dr. Désirée I. Christofzik und Prof. Dr. Stephan Grohs: (S407) Von der Sondierung zum Gesetz - Entscheidungsprozesse verstehen und Entscheidungsgrundlagen analysieren
- Prof. Dr. Sanja Korac: (S) Wirkungsorientierte Verwaltung
- Prof. Dr. Heiko Richter: (V121) EU-Plattformregulierung und Datenwirtschaftsrecht
- Prof. Dr. Heiko Richter: (S126) Ökonomische Theorie im Recht
Beteiligte Professuren

Prof. Dr. Désirée I. Christofzik

Prof. Dr. Stephan Grohs

Prof. Dr. Constanze Janda

Prof. Dr. Sanja Korac

Prof. Dr. Heiko Richter
Lehrstuhl für Privatrecht und Regulierung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft

Prof. Dr. David Roth-Isigkeit
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Recht der Digitalisierung

Prof. Dr. Ulrich Stelkens
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere deutsches und europäisches Verwaltungsrecht

Prof. Dr. Colette S. Vogeler
Lehrstuhl für Vergleichende Verwaltungswissenschaft und Policy Analyse


